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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Die zukünftige Welt.

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gestaltete sich eine eigenthümliche Vcrgeltungslehre mit farbenreicherAusmalung der Zukunft oder derzukünftigen Welt" sOIamlul- 8»). Eine Zauberwelt wurde dem Blicke eröffnet und machteihn trunken. Einst werden alle Mißklänge des Lebens ausgeglichensein, alle Täuschungen schwinden: die Frommen und Guten, dieGesetzestreuen und Gerechten, die auf Erden so viel gelitten, werdenaus dem Grabe auferstehn und ins ewige Leben in Reinheit undLauterkeit eingehen. Auch die Sünder, die nur aus Leichtsinn undSchwäche gefehlt, werden, in der Hölle durch Büßung geläutert undzur Erkenntnis; gelaugt, die Freuden des ewigen Lebens genießen,ja sämmtliche Israeliten, mit Ausnahme der großen und frechenFrevler, werden Antheil daran haben'). Wie wird aber diese Auf-erstehung und diese schöne und reine zukünftige Welt gestaltet sein?Darüber Rechenschaft zu geben lag außerhalb des Vorstellungskreises.Der feste Glaube und die sehnsüchtige Hoffnung grübelen nicht.Sic gewähren die Beruhigung in dem Bewußtsein, daß einst einegerechte Vergeltung stattfinden werde, und beschwichtigen den Schmerzüber unglückliche Lebenslagen. Obwohl das Judenthum den Keimdieser Lehre von der Umgebung empfangen hat, so hat es ihn dochreicher befruchtet und ihm eine versittlichende Wirksamkeit gegeben.Ta es ihn mit seinem von Ursprung an sittlichen Gehalt erfüllthat, wurde seine Entlehnung aus fremdem Kreise unkenntlich gemachtund als ureigenes Erzeugnis; gehegt. Nur die Samaritaner sträubtensich lange gegen die Aufnahme des Auferstehungsglaubens und derdamit verbundenen Gestaltung der Zukunft2). Weil er judäischerSeits durch die prophetischen Schriften belegt und beurkundet wurde,durften sie ihm in ihrem Bekenntnisse keinen Platz einräumen, sonsthätten sie die Glaubwürdigkeit der Propheten und folgerichtig auchdie Heiligkeit Jerusalems anerkennen müssen und wären dadurchmit sich selbst iu Widerspruch gerathen. Möglich, daß sie auch ohnediese Gedankenverbindung die Auferstehung verworfen haben undzwar aus dem Grunde, weil sie die Judäer in ihr Religionssystemausgenommen hatten. Es genügte, daß etwas in Jerusalem beliebtwurde, um in Sichern verworfen zu werden.

'> Bergl. Note 14.

y Vcrgl. Note 14.