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Geschichte der Juden.
abstellen zu lassen. In der Gegend, in welcher die Jndäer in un-mittelbarer Nachbarschaft der fremden Völker, der Aschdoditen,Ammoniter, Moabiter und Samaritaner wohnten, hatten die mit den-selben eingegangenen Mischehen zur Folge, daß die aus denselbengeborenen Kinder zur Hälfte die Sprache ihrer Mütter redeten unddas Judäische vollständig verlernt hatten. Diese Entfremdung dervon Judäern erzeugten Kinder vom eigenen Ursprung erregte ganzbesonders Nehemia's Entrüstung und Eifer. Er zankte mit denVätern, verwünschte sie, ließ die Widerspenstigen züchtigen und hieltihnen das Beispiel des Königs Salomon vor, der, obwohl einweiser König und von Gott geliebt, doch von fremden Weibern zurSünde verleitet worden. Durch solches thatkräftige Eingreifen ge-lang es Nehemia die Auflösung der Mischehen mit den Nachbar-völkern und die Erhaltung der eigenen Sprache für das Heranwach-sende Geschlecht durchzusetzen st.
Auch die Sabbatweihe, die bis dahin nur lau und lässig be-obachtet worden war, führte Nehemia mit Gewaltsamkeit undBeharrlichkeit ein. Allerdings hatte das Gesetz das Arbeiten audiesem Tage verboten. Aber welche Thätigkeit ist darunter zu ver-stehen? das war noch nicht erläutert. Die Jndäer ans dem Landewußten es daher nicht, kelterten am Sabbat den Wein, luden Ge-treidehaufen, Trauben, Feigen und andere Lasten auf Esel undbrachten sie zum Verkauf für den Markttag nach Jerusalem. So-bald Nehemia diese wochentägige Behandlung des Ruhetages bemerkte,rief er die Landlente, die zu Markte gekommen waren, zusammenund setzte ihnen auseinander, daß ihr Thun ein Vergehen sei,und sie fügten sich. Hartnäckiger hatte er gegen einen eingewohntenBrauch in Jerusalem anzukämpseu. Lyrische Händler pflegten ausder See frische Fische und andere Maaren am Sabbat zum Verlauseinzuführen und fanden Käufer. Nehemia schalt auch darüber dieBeamten aus, daß sie eine solche Entweihung zuließen, und befahlfortan vom Vorabend des Sabbats bis zum Ausgang die Thorflügelgeschlossen zu halten und die Händler nicht einzulassen. Diese boteuaber ihre Maaren vor den Thoren aus, und Jerusalemer fandensich trotzdem am Sabbat zum Kaufe ein, aber Nehemia bedrohtesie, Gewalt gegen sie anzuwenden st, und brachte es durch Strenge
-) Neh. 13, 25 fg.
-) Das. 13, 15 fg.