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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Die Festtage und das darauf folgende Fasten. 153

durch die Wüste in Hütten gewohnt i). In Folge dessen ließen dieBolkshäupter durch Herolde bekannt machen, daß das ganze Volkvon den nahegclegenen Bergen Zweige von Olivenbäumen, Myrthen,Palmen und anderen Blattpflanzen zur Errichtung von Hütten her-beischaffen sollte. Und das Volk vollzog mit sreudigem Eifer denAuftrag und beging das Fest in Hütten, welche die Einwohner theilsauf den platten Dächern ihrer Häuser und theils in den Hofen,die Fremden in dem Borhof des Tempels und auf den weitenPlätzen des Wasser- und Ephraimthores erbaut hatten, in so freudigerStimmung, wie nie vorher. An dem achttägigen Feste wurdetäglich aus der Schrift des Gesetzbuches vorgelesen, es gehörte vonnun an als Bestandtheil des Gottesdienstes 2).

Die gebobene Stimmung wollten Esra und Nehemia benutzen,um diejenigen, welche noch in Mischehen lebten, zu bewegen, siefreiwillig aufzulösen. Zu diesem Zwecke sollte eine Fastenver-sammlung stattfinden. Um aber nicht so schroff unmittelbar auf

die Festtage einen Fasttag folgen zu lassen, wurde erst der darauf-folgende Tag (24. Tischri) dazu ausersehen. Alle erschienen fastendin Trauergewändern und mit Staub bedeckt. Der Abschnitt desGesetzbuchs, welcher Ehen mit Ammonitern und Moabitern ver-bietet, wurde vorgelesen und erläutert; dann wurde von den Levitenein Sündenbekenntniß im Namen des Volkes abgelegt. Soforttrennten diejenigen, welche noch fremdvölkerliche Frauen hatten, sichvon ihnen, und alle sagten sich von der Verbindung mit den Sama-ritanern und Mischlingen los 2). Ehe die Stimmung verflog, setzte

h Aus Nehemia8,14 folgt nicht, daß blos der Abschnitt von den Hütten Vor-griffen worden sei, sondern es wird nur hervorgehoben, daß das Volk das Gesetzvor dem Hüttenban eifrig ausführte. Es konnte sich bei Erfüllung dieses Ge-setzes thätig zeigen; der darauf bezügliche Abschnitt kann nur Leviticus 23, 39 fg.gewesen sein; denn in den Gesetzen über die Feste in den übrigen Büchernkommt vom Bau von Hütten gar nicht vor. Ist nun dieser Abschnitt damalsvorgelescn worden, so wurde selbstverständlich die Partie vom Versöhnungstageebenfalls verlesen, und das Volk hat den Tag unzweifelhaft begangen. Erwähntwird es nicht, weil dabei keine Gelegenheit war, thätig anzugreifen. DerSühnctag war nicht ein Trauertag, daß an demselben hätte das vorgenommenwerden können, was am 24. desselben Monats, zwei Tage nach Schluß desFestes, vorgenommcn wurde. Dadurch ist das Gerede erledigt, welches dieoberflächliche Kritik dabei angebracht hat.

?! Das. 8, 16 fg.

Das. 9,13. Dazu gehört auch das. 13,12. Diese Verse beziehen sich