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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Geschichte der Juden.

Eifer für die Thora zu entflammen. Er war ein Nachkomme derHohenpriester; sein Urahn Chilkija hatte das deuteronomische Gesetz-buch im Tempel gefunden und durch Einhändigung desselben fürden König Josia einen Umschwung herbeigeführt flla. S. 299). Er warSpätenkel jenes Hohenpriesters Seraja st, den Nebukadnezar hi-richten ließ, und dessen Söhne das Buch der Thora nach Babyloniengebracht haben mögen. Esra hatte demnach Gelegenheit sich mit diesemBuche zu beschäftigen. Aber mehr als seine Vorgänger und seineVerwandten von der hohenpricsterlichen Linie hat er ihm Aufmerk-samkeit zugewendet. Nachdem er sich eifrig hineingelesen und darinvertieft hatte, sorgte er dafür, daß es nicht blos todter Buchstabebliebe, sondern durch Betätigung und Erfüllung der Vorschriftenlebendig werde. Selbstverständlich begann er mit sich selbst. Medie Pflichten, welche das Gesetz der Thora dem Einzeln in Kleidung,Speisen und bezüglich der Festeszeiten anflegt, suchte Esra gewissen-haft zu erfüllen. Dann trat er als Lehrer für seine Stammgenossenauf, legte ihnen das Gesetz so faßlich aus, daß die Zuhörer esverstehen konnten, und ermahnte sie, es nach allen Seiten hin zubefolgen 2 ). Das Gesetzbuch war für ihn der Ausfluß der Gottheit,die es Mose für Israel offenbart hat. Er stellte es daher höher,unendlich höher als die übrigen Schriften der Propheten, da dererste Prophet und Gesetzgeber höher als die übrigen Propheten standund gewürdigt war,Gott von Angesicht zu Angesicht zu schauen."Selbst von der Göttlichkeit des Mose überlieferten Gesetzes durch-drungen und von Eifer beseelt, es zur Geltung zu bringen, wurdees ihm leicht, den babylonisch-persischen Gemeinden, die ohnehindie Neigung hatten, sich in dem Kreise des eigenen Volksthums zubewegen, ihnen diese Uebcrzeugung und diesen Eifer einzuflößen.Esra nahm daher unter diesen eine geachtete Stellung ein; sein

y Kaum braucht es gesagt zu werden, daß Esra keineswegs Sohn Serajaswar, wie es (nach Esra 7,1) den Anschein hat. Hier ist blos angegeben, daßEsra in direkter Linie durch Seraja, den letzten H. P. der vorexilischen Zeit, vonAhron abstammte. Es fehlen aber mehrere Mittelglieder zwischen Esra undSeraja; vergl. Bertheau z. St. und weiter unten.

2) Esra 7,10 beschreibt Esra's Thätigkeit sehr treffend, °p:n xnr

NLW -21 PN l-rtnuNI NIL'N '1 'n nnin NX wnnk-. Er hat für sich die

Lehre Gottes gesucht, sich um sie gekümmert, um sic zu bethätigen iniwnly undzugleich Andere belehrt, die Gesetze und Vorschriften zu erfüllen. Die Methodeder Auslegung ist angegeben Neh. 8, 8.