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Geschichte der Juden.
„Weinend geht der Träger mit der Last der Samen,
„Heimkchren wird er in Jubel, die Garben tragend' .
Ein anderer oder derselbe Sänger tröstete mit dem Hinweis aufdie Leiden, welche das judäische Volk von jeher erduldet hat, undauf die Erlösung, die stets darauf gefolgt ist:
„Vielfach haben sie mich von meiner Jugend an bedrängt,
„So kann Israel wohl sprechen,
„Vielfach haben sie mich von meiner Jugend an bedrängt,
„Und doch haben sie nrir nicht beikommen können.
„Auf meinen Rücken haben Pflüger gepflügt,
„Haben lange Furchen gezogen.
„Der gerechte Gott hat der Frevler Seile zerschnitten.
„Es werden beschämt werden und zurückweichen alle Feinde Zions,„Werden wie Gras der Dächer sein,
„Das, che es noch ausgerissen wird, verdorret^."
Ein Psalmist von tieferer Kunstbegabung machte in zarterWeise auf das unangemessene sittliche Verhalten des Volkes, alsauf den Liefern Grund der unbehaglichen Lage, aufmerksam. Er legtdem Volke eine Klage über seine Lage in den Mund, und in derAntwort auf diese in Frageform ausgesprochene Klage deutet erleise den Tadel an:
„„Du hast, Jhwh, dein Land gesühnt,
„»Hast Jakob's Gefangene zurückgeführt,
„„Hast deines Volkes Schuld verziehen,
„„Hast all' ihre Sünden zugedeckt,
„„Hast deinen ganzen Zorn eingezogen,
„„Hast deinen glühenden Ingrimm aufgegeben.
„„Stelle uns wieder her und laß deinen Ingrimm fahren!
„„Willst du ewig über uns zürnen,
„„Deinen Groll ausdehnen für Geschlecht und Geschlecht?
„„Du solltest uns doch wieder beleben,
„„Und dein Volk sollte sich doch dein freuen!
„„So zeige uns doch, Jhwh, deine Gnade,
„„Und gewähre uns deine Hilfe""! —
') Psalm 126, diesen Psalm setzen die meisten Ausleger in die unmittelbarnachexilische Zeit. In diese Zeit gehören wohl sämmtliche 15 Ps., welche dieUeberschrift nii-r'svi haben, und davon „Stufengesänge" genanntwerden.
2) Ps. 129. V. 1. 'n muß gelesen werden 'n (das 'n ab-
sorbirv. V. 6 statt pi-w n-avpw muß gelesen werden cnzry.