Die Samaritaner.
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Indessen dauerte die Freude der Begeisterung nicht lange, dieFlitterwochen der Neugestaltung verflogen rasch, und Sorgen stelltensich ein. Hart an der Grenze Juda's wohnte die Mischbevölkeruugder Samaritaner oder Chuthäer, welche einer der assyrischenKönige in das ehemalige samaritanische Reich hatte ansiedeln lassenslla S. 284). Diese, durch israelitische Priester vom Tempel zuBethel belehrt, hatten zum Theil den israelitischen Kultus ange-nommen, dabei ihre aus der Heimath mitgebrachte götzendienerischeWeise und Sinnesart beibehalten, oder richtiger sie hatten denisraelitischen Gott Jhwh in ihr Vielgötterthum ausgenommen. Dieaus Babylonien Eingewandertcn setzten ihren unzüchtigen Kultusmit Zellen sür die sich preisgebenden Weiber weiter fort; die ausChutha verehrten noch immer den Nergal, die Sipparener (Hippa-rener) opferten ihre Kinder dem Feuer für ihre Götzen Adramelechund Anamelech, und noch Andere hatten andere Götzen Z.
Als der König Josia die Kultusstätten in Bethel und anderenStädten Samaria's zerstört und die Priester israelitischer Abkunfthatte umbringen lassen^, pflegten die Samaritaner von Zeit zuZeit nach Jerusalem zu kommen und sich an dem Gottesdienst durchDarbringung von Opfern zu betheiligen. Nach dem Untergang desjudäischen Reiches mögen sie wieder in götzendienerische Verwilderungzurückgefallen sein.
Ganz unerwartet erschienen^ samaritanische Häuptlinge inJerusalem mit dem Wunsche, sich am Bau dem Tempels zu be-ll 15.18 und Zacharia 7, 9 folgt übrigens, daß' im zweiten und folgenden Jahredes Darms der Grundbau noch nicht vollendet war.y Könige II, 17, 29-31.
-i Band II a. S. 320.
3) Esra 4, 1. Es kann kein Zweifel obwalten, daß hier von den Samari-tanern die Rede ist, obwohl ihr Name nicht genannt ist. Zn dem angeblichenSendschreiben das. V. 10 sind die Bewohner Samaria's als Gegner genannt,l'w'ow Josephus Alterth.LI.2,1 bezieht die Thatsache
mit Recht auf die Samaritaner. Nach U 2 . ^.poo. <6, 63fg.s schließt sich dieRelation in Esra 4,1 eng an das Vorhergehende an, welches von dem Getöse derFreude bei der Grundlegung des Tempels spricht. Hi N ..
-!. r. 1. d. h. ir'-wi. VM'WNN n-2
nb'UiN. Dieser Passus ist also im hebr. Texte ausgefallen. Wenn die„Feinde" den Jubel in Jerusalem gehört haben, so müssen sie in nächster Nähegewohnt, haben; es sind also die Samaritaner darunter zu verstehen.