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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Geschichte der Juden.

frisch sprudelnde Wort von den Lippen der Propheten nicht ver-mocht hatte, das bewirkte der todtc, ans Schreibmaterial erhalteneBuchstabe. Der Geist der Propheten ging in die Seele der Leserüber, erfüllte sie mit Hoffnungen und Idealen und machte sie füreine Sinnesänderung empfänglich.

Um diese beginnende Besserung zu kräftigen, wendeten diegeistigen Führer des Volkes neue Mittel der Belehrung an. Einerderselben, wahrscheinlich Baruch^), stellte (um 555) ein umfassendesGeschichtsbuch für Leser zusammen, die lange Reihe der Be-gebenheiten von der Weltschöpfung und den ersten Anfängen desisraelitischen Volksthums bis auf die unmittelbare Gegenwart, biszur Zeit, als Jojachin aus dem Kerker befreit, von Ewil-Merodachmit Gunstbezeugungen überhäuft wurde, (o. S. 5). Dieser Sammler

-,r:" ''ini nnnr."' Nur seiner Popularität verdankte cs diesen Vorzug;

sonst hätte Jesaia oder Hosca den Anfang bilden müssen. Daher kommt es, daßkein prophetisches Buch so viele Zusätze aus späterer Zeit hat, wie Jeremia,weil es ein Volksbuch geworden war.

>1 Talmud das. 15 d ist angegeben: nsvi "r' "wv nur

r^ri-s, was insofern richtig ist, als alle diese Bücher im Jeremianischen Geistgehalten sind. Da nun Barnch höchst wahrscheinlich Jercmia's Reden zu didakti-schem Zwecke rcdigirt hat, was auch aus dem Schlüsse der ersten SammlungJcrem. Kap. 45 folgt, so ist er wohl auch als Redakteur von und in-

sofern auch als Schlußrcdaktcur der ganzen Sammlung anzusehcn. Daher läßtes sich erklären, daß die ausführliche Geschichte Jercmia's und Gedaljah's nachder Zerstörung nicht in das Buch der Könige ausgenommen ist, weil sie schonfrüher durch das Buch Jeremia bekannt war, und Barnch der Verfasser beiderwar; er wollte sich nicht wiederholen. Zu übersehen ist nicht, daß die Thora undsämmtliche Bücher bis zum Schlüsse der Könige eine fortlaufende Reihebilden. Sie sind durch das ^ oonjnnetivum aneinander gereiht. Der Tetra-teuch an Deuteronomium, dieses au Josua, dieses an Richter, Samuel und Könige.Es ist nicht richtig, was Bleck und Andere behaupten, daß zwischen Richter undSamuel eine Lücke zu sein scheine. Die beiden Anhängsel zu beginnen

ebenso mit ''vwi, wie das erste Kap. in Samuel I. Aus der Verschieden-heit der Sprache der verschiedenen Bestandtheile dieser Sammlung ist indes; er-sichtlich, daß sie nur einheitlich rcdigirt, keincsweges von einem unddemselben Antor verfaßt sind. Die meisten Jsagogisten nehmen Baruchals Redakteur an; unrichtig behaupten aber einige, daß er diese Sammlung inAegypten angelegt habe. Woher konnte er da die günstige Wendung vonJojachin's Geschick, welche in Babylonien vor sich ging, wissen? Wenn Baruchder Redakteur war, so muß er aus Aegypten nach Babel gekommen sein.Darauf weist auch Jeremia 45, 5b: -- -chn i-r , was

mehrere Wanderungen Baruch's andeutet.