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2 (1854)
Entstehung
Seite
417
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für sich anzusprechen. Wenn aber auch der TodPandulpho's als ein Makel in dem Andenken Nicnzi'Sangesehen werden will, so war es dieser nicht, dersein eigenes Schicksal hcrbeiführte. Der Pöbel, derseinen Palast umgab, schrie nicht:Nieder mit

dem Henker Pandulpho's," sondern man muß eSwieder und immer wieder sorgfältig beachten nichtsmehr und nichts weniger, als:Nieder mit Ihm,der die Auflage gemacht hat!"

Gibbon spöttelt über die militärische Geschicklich-keit und den Muth Nienzi's. Für das Letztere hater keinen Grund. Seine ersten Unternehmungen,seine erste Erhebung zeugten hinlänglich für seinenkühne», tapferen Geist; bei jeder Gefahr war erzugegen, nie wich er, so lange, er von dem Volkeunterstützt wurde, vor einem Feinde zurück. Er zeich-nete sich, als er noch in dem Lager von Albornözwar, bei Viterbo durch mehrere Waffenthaten ans, *und sein Ende war das eines Helden. Was dasElftere betrifft, so wäre es gewiß zu entschuldigengewesen, wenn Nienzi, der beredte und begabte Ge-lehrte, aus dem Studirzimmer und von der Ncdner-bühne zu der Uebernahme des Befehles über ein Heerberufen, in seinen militärischen Kenntnissen schwachgewesen wäre, aber seine Waffen waren doch jeden-falls im Ganzen glücklich. Er schlug die RitterschaftRom's vor dessen Thoren, und wenn er nach seinemSiege nicht auf Marino los marschirtc, weswegensein Biograph und Gibbon ihn tadeln, so ist der* Vit. 6i äi kienri, lib. II. cap. 14.