und ruhigeren Farben gemildert sind. Er wird finden,daß Rienzi beide Male nicht durch seine eigenen Fehlerfiel — er wird finden, daß die gemeine Moral desdurch seine eigene Uebertreibung vernichteten Ehrgeizesnicht die wahre Moral von dem Leben des Römersist-, er wird finden, daß beide Male, bei seiner Ab-dankung als Tribun sowohl, wie bei seinem Todeals Senator, Nienzi durch die Fehler desVolkes fiel. Der Tribun war das Opfer unwis--sender Feigheit, — der Senator ein Opfer trotzigenGeizes. Dies ist es, was neuere Geschichtschreiberdarzustellen ermangelten. Gibbon sagt richtig, daßder Graf von Minorbino mit einhunderifünfzig Krie-gern nach Nom kam und das Quartier der Colonnaverbarrikadirte — daß die Glocke des Capitols ertönte— daß Rienzi das Volk anredete — daß sie stilleund unthätig blieben — und daß Nienzi dann disRegierung nicderlegte. Aber hicfiir nennt er Nienzi„kleinmüthig". Ist dieser Ausdruck nicht auf dasVolk anzuwcndcn? Nienzi forderte sie auf, gegenden Räuber zu ziehen — das Volk verweigerte denGehorsam. Rienzi wünschte zu fechten, das Volkwollte sich nicht rühren. Nicht die Sache Nienzi'sallein verlangte ihre Thätigkeit — cs war die Sachedes Volkes — auf sie, nicht auf ihn fiel die Schmach,wenn hundertnndfüufzig fremde Krieger Nom unter-warfen, ihre Freiheit umstnrzten und seine Tyrannenwieder einsetztcn! Was auch Nienzi's Fehler waren,was auch seine Unpopularität, ihre Freiheit, ihreGesetze, ihre Republik standen auf dem Spiele; und-
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