Druckschrift 
2 (1854)
Entstehung
Seite
382
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Punkte der aufgelegten Steuer hatte vorlescn lassen,und dessen schweres Hirn endlich begriff, daß derWein thcnrer werden sollte — „Mitbürger, wirmüssen eine neue Revolution haben! Das heißt wahr-lich Dankbarkeit! Was haben wir dadurch gewonnen,daß wir diesen Mann wieder cinsetzten? Sollenwir immer in den -Staub getreten werden? Zahlen— zahlen — zahlen! Sollen wir nur dazu zu ge-brauchen sein?"

„Hört auf Cccco del Vecchio!"

„Nein, nein; jetzt nicht;" grollte der Schmied.„Heute Nacht haben die Handwerker für sich eineZusammenkunft. Wir wollen sehen — wollen sehen!"

Ein junger, in einen Mantel gehüllter Mann,der bis jetzt nicht bemerkt worden war, berührte de»S chmied.

„Wer übermorgen in der Dämmerung das Ca-pitol stürmt, soll die Wachen ferne von ihren Postensind«,!"

Er war fort, ehe der Schmied sich umblickenkonnte.

In dieser Nacht sagte Nienzi, als er sich zurRuhe begeben wollte, zu Angelo Villani: „Einekühne, aber nothwendige Maßregel, die ich getroffen!Wie nimmt sie das Volk auf?"

„Sie murren ein wenig, scheinen aber die Noth-wendigkeit einzuschcn. Cccco del Vecchio war derlauteste Schreier, aber jetzt ist er Derjenige, welcheram lautesten sich einverstanden erklärt."

„Der Mann ist rauh; er »erließ mich einmal;