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2 (1854)
Entstehung
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schmeichelt worden. Eigenes Interesse und Anhäng-lichkeit konnte» ihn zn jeder That bestimmen, welchedie Pinne oder die Sicherheit eines Mannes förderte,der zugleich sein Wohlthäter und sein Gönner war,und bei Uebernahme seiner jetzigen Sendung war seineinziger Gedanke, dieselbe mit dem vollständigstenErfolge auszurichten. Weit tapferer und muthiger,als die meisten Italiener, gab Etwas von der Kühn-heit des ultramontanen Geschlechtes seiner SchlauheitKraft und Lebendigkeit, und nie bebte sein Muthvor den Eingebungen seiner List zurück.

Als ihm Nienzi zum ersten Male den Gegenstandseiner nunmehrigen Aufgabe näher erklärte, rief ersich augenblicklich sein Abenteuer mit dem großenKrieger unter dem DolkSgedränge in Avignon wiederin das Gcdächtniß. „Wenn Du je eines Freundesbedarfst, so suche ihn in Walter von Montreal,"waren die Worte, die oft in seinem Ohr wicder-klangs» und jetzt mit prophetischer Deutlichkeit vorseine Seele traten. Er zweifelte nicht daran, daßes Montreal selbst war, den er gesehen. Warumsich der große Hanptmann so sehr für ihn intereffirthatte, machte Angclo nicht viel zu denken. Höchstwahrscheinlich war es nur ein schlauer Borwand —eines der gewöhnlichen Mittel, durch welche derHauptman» der großen Compagnie die Jugend Ita-liens, wie die Krieger des Nordens an sich zog. Er-dachte jetzt nur daran, wie er aus dem Versprechendes Ritters Bortheil ziehen könnte. Was war leichter,als sich Montreal vorzusteüen — ihn an sein Ver-