Druckschrift 
2 (1854)
Entstehung
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319
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„WaS ist zu thun?" sagt« Brcttone.

„Herr Ritter," versetzte Nieuzi ernst, „wir müssenuns verständigen. Wollt Ihr mir dienen, oder nicht?Im ersteren Falle, seid Ihr mir nicht gleichgestellt,sondern untergeordnet — und Ihr müßt gehorchen,nicht befehlen; im andern dagegen soll meine Schuldbei Euch getilgt werden und die Welt ist weit genugfür uns Beide."

„Wir haben Euch Gehorsam versprochen," ant-wortete Brcttone, „und werden ihn leisten."

„Eine Warnung, ehe ich zum zweiten Male da«Versprechen Eurer Treue annehme," sagte Nienzisehr langsam. „Für einen offenen Feind habe ichmein Schwert — für einen Berräther, merkt ansdies, hat Nom das Beil; vor dem ersten habe ichkeine Furcht; für den letztere» — keine Gnade."

„Dies sind keine Worte, die unter Freundenfallen sollten," sagte Vrettonc erbleichend, währender seine Gcmüthsbcwegung unterdrückte.

„Freunden! — so seid Ihr also meine Freunde?— Eure Hände! Freunde, das seid Ihr! — undsollt es beweisen ! Theurer Arimbaldo, Du bist, wieich, ein Büchergelehrter, — ein gelehrter Soldat.Erinnerst Du Dich, wie die römische Geschichte unserzählt, daß der Schatz kein Geld mehr für die Kriegerhatte. Der Consnl versammelte die Edeln. „„Wir,""sprach er, „„die wir die Aemter und Würden haben,müssen die Ersten sein, welche sie bezahlen."" Ihrversteht mich, meine Freunde; die Edeln benützten denWink, sie brachten das Geld auf— das Heer wurde