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sich schweigend. Rienzi betrachtete ihn aufmerksamund seufzte. Dann gab er der Unterredung eine an-dere Wendung und sprach von der beabsichtigten Be-lagerung Palestrina's und begab sich bald darauf zurRuhe.
Als die Brüder allein waren, sahen sie sich einigeAugenblicke schweigend an. „Brettone," sagte Arim-baldo endlich mit gedämpfter Stimme, e„mir ahntetwas. Walters ehrgeizige Plane gefallen mir nicht.Gegen unsere Landsleute sind wir offen und redlich,warum sollen wir gegen diesen hochherzigen Römerdie Dcrräther spielen?"
„Stille!" sagte Brettons. „Allein die eiserneHand unseres Bruders kann dieses unruhige Volkzügeln, und wenn Rienzi vcrrathen wird, so werdencs auch seine Feinde, die Barone. Nichts mehr hie-von! Ich habe Nachricht von Montreal; er wird inwenigen Tagen in Rom sein."
„Und dann?"
„Wenn Rienzi durch die Barone geschwächt ist(denn er darf nicht siegen), und die Barone ebensodurch Rienzi, so bemächtigen sich unsere Nordländerdes Capitols, und die jetzt in Italien zerstreuten Sol-daten werden der Fahne des großen Capitäns zueilen.Montreal muß zuerst Podesta, dann König von Romwerden."
Arimbaldo bewegte sich unruhig auf seinem Stuhleund die Brüder sprachen nicht weiter von ihren Planen.
Die Lage Nienzi's war genau diejenige, welchedas schönste Gemüth verbittern und »erhärten mußte.