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Drittes Kapitel.
Adrians Erlebnisse in Palcflrina.
Es war schon Mittag, als Adrian die hohen Bergevor sich sah, welche Palestrina, das Präneste deralten Welt, schützen. Vis zur Periode von Ro-inulus, in die ersten Zeiten der geheimnisvollen Ci-vilisation, welche in Italien der Erbauung Nomsvoranging, konnte man die Macht dieser Felsenstadtzurückführcn. Acht abhängige Städte anerkannten ihreHerrschaft und ihren Neichthum; ihre Lage und dieStärke dieser furchtbaren Mauern, in deren Ruine» mannoch das Gemäuer der fernen PelaSger entdecke» kann,hatten lange dem Ehrgeize des benachbarten Nom ge-trotzt. Von eben dieser Feste, der Mauerkrone* desBerges, hatte die Fahne des Marius geweht, undans der Straße, welche Adrians kleine Truppe lang-sam dahinzog, hatte der Marsch des blutdürstigenSulla bei seiner Rückkehr aus dem mithridatischcnKriege wiedergehallt. Unten, wo die Stadt sichgegen die Ebene ausbreitet, sah man noch die zer-trümmerten, obdachlosen Säule» des einst berühmtenTempels der Fortuna; und »och drängten sich dieuralten Olivenbäumc grau und traurig um die Rui-nen her.
Eine furchtbarere Feste hätten die römischen Va-
* Daher wahrscheinlich ihr griechischer Name: Ste-phane. Palestrina ist noch jetzt einer der vielen Beweisein der Nähe Roms, welche von der alten griechischen Cioi-lisation in Italien zeugen.