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Lik Göttin des alten Rom selbst einherziehcn znsehen.
Auf einem Rosse mit goldenem Geschirr kam inschneeweisem, mit Edelsteinen, die den Tag beschäm-ten, besetztem Gewände — die schöne, königliche Nina.Die Erinnerung an ihren Stolz, ihre Prachtlicbe,war in diesem Augenblicke vergessen und sie wurdekaum weniger bcwillkommt, weniger vergöttert, alsihr Gemahl. Ihr Lächeln strahlte vor Freude, —ihre Lippen zitterten vor stolzer, erhabener Rührung,— nie hätte sie so für Liebe, wie für Herrschaftgeboren geschienen; eine Zenobia, die durch dasprächtige Nom zog, — nicht als Gefangene, sondernals Königin.
Aber nicht auf diese stattliche Gestalt hefteten sichAdrians Blicke — blaß, athemlos, zitternd hielt ersich an der Mauer, an der er lehnte. War es einTraum? Waren die Todten wieder außerstande»?Oder war es seine — seine lebende Irene — derensanfte, schwermnthige Lieblichkeit traurig an Nina'SSeite glänzte — ein Stern neben dem Monde? DerPrachtaufzug verschwand vor seinen Augen — Alleswurde ihm düster und dunkel. Einen Augenblick warer ohne Besinnung. Als er wieder zu sich kam,eilte die Menge dahin, vermischt und vereint mitdem mächtigen Strome, welcher dem Zuge folgte.Durch die wogende Menge erblickte er Irenens an-muthige Gestalt, die bald durch die vielen Fahnendes Zuges seinem Auge wieder verborgen wurde.Sein Blut strömte von dem Herzen durch alle Adern