Druckschrift 
2 (1854)
Entstehung
Seite
238
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„Ich bitte Euch höflich um Verzeihung, Signor,"fugte der Munn von der Freicompugnie; „aber dasLeben, das mun bei den Freilanzcn führt, ist wahr-huftig so unziehend unter Fru Moreule, daß wir bis-weilen vergessen-aber verzeiht mir — wir wollen

weiter."

Nach wenigen Augenblicken sprengte der Zug übereine kleine Umschanznng und befand sich in einemQuartier, das zwar auch, aber in ganz anderer Art.belebt war. Lange Reihen Bewaffneter waren zu beidenSeiten des nach einem groben Zelte auf einem kleinenHügel führenden Weges aufgestellt, über welchen eineblaue Fahne wehte; auf diesem Wege gingen be-waffnete Soldaten in großer Ordnung hi» und her,aber mit einem heiteren, selbstgefälligen Ausdrucke aufihren schwärzlichen Gesichtern. Einige, welche in dasZelt gingen, trugen Päcke und Ballen auf ihren Schul-ter» — diejenigen, welche heraus kamen, schienenihre Last los geworden zu sein; sie öffneten dann undwann ungeduldig ihre Hände und schienen wieder undnoch einmal das darin enthaltene Geld zu zählen.

Der Ritter sah seinen Begleiter fragend an.

„Da« ist das Zelt der Kaufleute," sagte der Haupt-mann; „sie haben freien Zutritt in dem Lager; ihrEigenthum, wie ihre Person, werden strenge respek-tiert. Sie kaufen jedes Soldaten Anthcil an der Beuteum wohlfeiles Geld, und beide Theile sind mit demHandel zufrieden."

„So scheint es also, daß eine Art grober Gerech-tigkeit unter Euch beobachtet wird," sagte der Ritter.