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And zaubcrähnliche Gewalt, welche nach dem Zeug-nisse der Geschichtschreiber jener Zeit Ricnzi ans Alle,mit denen er in Berührung kam, wie verschieden sicauch in Gemüthsart, Ansichten und Stand waren,ausübte, »erließ ihn auch in seiner Audienz bei demPapste nicht. So getreu hatte er den wahren ZustandRoms geschildert, so vernunftgemäß die Ursachen undHeilmittel der vorhandenen Uebelstände entwickelt, sosanguinisch von seinen eigenen Fähigkeiten, die Ange-legenheiten zu lenken, gesprochen und so glänzend dieAussichten dargestellt, welche seine Verwaltung fürdas Wohl der Kirche und das Interesse des Papsteseröffnete, daß Jnnocenz, obwohl ein feiner, schlanerund etwas skeptischer Berechner menschlicher Dinge,doch durch die Beredsamkeit des Römers ganz bezau-bert wurde.
„Ist dies der Mann," soll er gesagt haben, „denwir während zwölf Monaten als Gefangenen undVerbrecher behandelte»? Wollte Gott, daß das Reichder Christenheit nur auf seinen Schultern ruhte!"
Beim Schluffe der Unterredung hatte er unterallen Zeichen von Gunst und Auszeichnung Rienzi dieWürde eines Senators übertragen, was eigentlichebenso viel war als Vicekvuig von Nom, und hattesich gerne zu allen Entwürfen verstanden, welche derunternehmende Rienzi jetzt wieder machte — nichtnur, um das Gebiet der Kirche wieder zu gewinnen,sondern auch um das diktatorische Scepter der Sie-benhügelstadt über die frühere» Besitzungen in Italienauszudehucn.