Druckschrift 
2 (1854)
Entstehung
Seite
214
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so weit hergestellt, um Albornoz bei sich empfangenzu können.

Der Cardinal hatte sich alle Tage »ach ihremBefinden erkundigen lassen, und seine Nachfragenwaren ihrem beunruhigten Geiste als Mahnungen anseine rechtmäßigen Ansprüche erschienen. Unterdessenhatte Albornoz genug, was seinen Gedanken eine andereRichtung gab und ihn beschäftigte. Nachdem er dengefürchteten Montreal durch Geld dem Dienste Johannbi Vico'S, eines der stärkste» und trotzigsten Feindeder Kirche, entzogen hatte, beschloß er, so schnell alsmöglich gegen das Gebiet dieses Tyrannen zu mar-schiren, um ihm so keine Zeit zu lassen, sich des Bei-standes einer anderen Bande besoldeter Abenteurer zuversichern, welche Italien damals al« einen Marktfür ihre kriegerische Tapferkeit betrachteten. Mit Auf-bringung von Truppen, Anschaffung von Geld, Brief-wechsel mit den verschiedenen Freistaaten und demAbschlüsse von Bündnissen im Interesse seiner weiter- >gehenden, ehrgeizigen Plane an dem Hofe von Avig-von beschäftigt, wartete der Cardinal mit ziemlicherErgebung auf die Zeit, wo er von der Signora Cäsariniden Lohn ansprechen konnte, zu welchem er sich be-rechtigt glaubte. Unterdessen hatte er seine ersten Be- jsprechungen mit Nicnzi gehabt, und unter dem Scheine jder Höflichkeit gegen den freigesprochenen Tribun,hatte ihn Albornoz als seinen Gast ausgenommen, umden Charakter und die Stimmung eines Mannes in seineGewalt zu bekommen, den er zu seinem Diener undWerkzeug zu machen sich bestrebte. Die wunderbare