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2 (1854)
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lasten nnd auf Marktplätzen die Saaten ausstreuen,die zur Frucht reifen sollen, wen» die Hand desAussäenden Staub, sein Name vielleicht verschollenist! Denn ach! nur Wenige find es, deren N a-men das Grab überleben; aber die Gedankenjedes Schriftstellers werden unsterblich; — Anderemachen sie sich zu eigen, fördern, steigern sie; undMillionen unbekannter Geister, von denen man niegeträumt, sind erforderlich, um einen Einzigen un-sterblich zu machen I

Betrachtungen nachhängend, sehr verschieden vonden Gedanken, welche der Name Pctrarka'S in einerspäter» Zeit erweckten, verfolgte der Kavalier seinenWeg,

Das Thal hatte er längst hinter sich und der Wegwurde immer ungebahnter, bis er in einem Waldeanfhvrtc, durch dessen verschlungene Zweige das Son-nenlicht spielend brach. Zuletzt öffnete sich der Waldin eine weite Heide, auf welcher eine mit de» Rui-nen einer alten Burg gekrönte Höhe stiel sich erhob.Der Reisende stieg ab, führte sein Pferd die Anhöhehinan, erreichte die Ruinen, liest das Thier in einemder obdachlose», mit dem längsten Grase und einerMenge Gesträuch bewachsenen Zimmer, erstieg dannmit einiger Mühe eine schmale, zerbrochene Treppeund befand sich in einem kleinen, besser erhaltenenZimmer, dessen Dach und Boden »och ganz waren.

Auf dem Boden ausgestreckt, den Kopf nachdenk-lich in die Hand gestützt, lag hier in seine» Mantelgewickelt ein Mann von hohem Wüchse und mittleremLulwer, Rienzi, II. 14