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2 (1854)
Entstehung
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194
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diese Hand berühren, könnte ich diesem Auge begegnenund nicht wissen, daß der Tod Dir lieber ist alsSchande? Nienzi, als wir das letzte Mal in Trauer,aber in Hoffnung schieden, was sagtest Du zu mir?"

„Ich erinnere mich dessen wohl," versetzte der Tri-bun; „ich »erlasse Dich, sagte ich, um durch DeinenGeist die große Sache an dem kaiserlichen Hofe regezu erhalten. Du bist jung und schön — und an Höfengibt es unsittliche, rohe Bewerber. Ich warne Dichnicht, es wäre unter meiner und Deiner Würde. Aberich lasse Dir die Macht zn sterben! Und damit,Nina — —"

„Legte zitternd Deine Hand diesen Dolch in dieineinige. Ich lebe — brauche ich mehren sagen?"

„Meine edle, geliebte Nina, es ist genug. Be-halte den Dolch noch."

„Ja, bis wir auf dem Capitol in Rom unstreffen!"

Man hörte ein leises Pochen an der Thüre, Ninanahm schnell ihre Verkleidung wieder an.

„Cs ist beinahe Mitternacht," sagte der Gefan-genwärter, als er unter der Thüre erschien.

„Ich komme," gab ihm Nina zur Antwort.

„Und Du mußt Deine Gedanke» sammeln," flü-sterte sie Nienzi zu; „waffne all Deinen glänzendenGeist. Ach! schon wieder muffen wir uns trennen?Wie entsinkt mir der Muth!"

Die Anwesenheit des an der Schwelle stehendenGefangcnwärters benahm dem Abschiede dadurch seineBitterkeit, daß sie ihn abkürzte. Der falsche Page