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klagt, er ist als Ketzer ercommunicirt. Seine Frei-sprechung beruht auf ihm."
»Ihr könnt seine Untersuchung befördern?"
„Vielleicht, gnädige Frau."
„Diese ist auch seine Freisprechung. Und einePrivataudienz bei Seiner Heiligkeit?"
„Ohne Zweifel."
„Diese ist seine Wiedereinsetzung! Hier habt IhrAlles, was ich verlange!"
„Und dann, holde Römerin, ist es an mir, zubitten," sagte der Cardinal leidenschaftlich, ließ sichauf ein Knie nieder und ergriff die Hand der Sig-nora. Einen Augenblick fühlte die stolze Dame, daßsie ein Weib war — sie erröthctc, sie zitterte; abernicht (hätte der Cardinal in ihrem Herzen lesen kön-nen) aus Leidenschaft oder Schwäche — sondern ausSchrecken und Scham. Ohne Widerstand überließsic dem Cardinal ihre Hand, der sie mit Küssen be-deckte.
„So begeistert," sagte Albornoz, indem er auf-stand, „will ich nicht au dem Erfolge zweifeln. Mor-gen warte ich Euch wieder auf."
Er drückte ihre Hand an sein Herz — die Damefühlte es nicht. Er seufzte sein Lebewohl,— siehörte es nicht. Zögernd blickte er sie an und ent-fernte sich langsam. Aber es dauerte einige Augen-blicke, ehe die Signora wieder zu sich kam und be-merkte, daß sie allein war.
„Allein!" sagte sie halblaut und mit heftigemNachdrucke — „allein! Ach, was habe ich unter-