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jedes ihrer Opfer sich ganz von selbst verstände,
— jedes, welches für sie gebracht wurde, eine Tu-gend wäre, der nichts in der Welt gleich komme, diedie Welt nicht vergelten könne! Und da lag er, dasOpfer seiner furchtlosen Treue, hülfloS — von ihrabhängig — zwischen Leben und Tod — ein Wesen, demsie Dank, dem sie Pflege schuldig war — das aufihren Stolz, ihren Schutz, ihr Mitleiden und ihreVerehrung Anspruch hatte — ihr Netter, den sic jetztretten sollte! Nie schien ein Gegenstand so vieletiefe Empfindungen eines Herzens in Anspruch zunehmen; die romantische Begeisterung des Mädchens
— die zärtliche Vergötterung der Braut — die wa-chende Vorsorge der Mutter über ihr Kind.
Und sonderbar! bei all der Aufregung währenddieser einsamen Wache, wo sie kaum von seiner Seitewich, nur Nahrung zu sich nahm, damit ihre Kraftsie nicht verlasse, — nicht im Stande, ein Auge zuschließen — obwohl sie aus dem eben genanntenGrunde gerne geruht hätte, wenn der Schlummer sichauf ihre» Pflcgbefohlencn senkte — bei all dieser hef-tigen Anstrengung des Körpers und des Herzens zeigtesie eine wunderbare Stärke. Und der heilige Mannerstaunte bei jedem Besuche, wenn er die noch sofrische Wange, das noch so glänzende Auge der Wär-terin sah. In ihrem Aberglauben war sie der An-sicht und fühlte sogar, daß sic der Himmel mit über-natürlicher Kraft ausgerüstet habe, um eine so heiligeAufgabe zu lösen, und in dieser Einbildung irrtesie nicht ganz: — den der Himmel begabte sic wirk-