Druckschrift 
2 (1854)
Entstehung
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hängende Worte murmelnd, setzte er seinen Weg fort;die Wenigen, welchen er begegnete, flohen ans Schreckenvor ihm. Sogar die Mönche, die noch immer ihrefeierlichen und traurigen Prozessionen hielte», zogensich, ein bene vobis murmelnd, auf die entgegen-gesetzte Seite der Straße, um seinen schwankenden,taumelnden Schritten nicht in de» Weg zu kommen.Und vor einer Vudc an einer Straßenecke warfen vierzusammen trinkende Becchini unter ihren schwarzenMaSkcn hervor Blicke, wie sie etwa Geier auf einensterbenden Wanderer der Wüste warfen. Noch immerschlich er weiter, streckte die Arme aus wie ein imDunkeln Tappender und suchte mit der schwachen Be-sinnungskraft, die noch gegen das Delirium kämpfte,das Gebäude zu finde», in dem er seine Wohnungaufgeschlagen hatte, obgleich viele, eben so schön, umdarin zu leben, und eben so brauchbar, um darin zusterben, mit offenen Portalen vor und neben ihmstanden.

„Irene! Irene!" rief er, bald mit murmelndem,leisem Tone, bald mit wildem, durchdringendem Krei-schen, „wo bist Du, wo? Ich komme, Dich ihnenzu entreißen; sie sollen Dich nicht haben, die schmutzi-gen, häßlichen Feinde! Pah! wie riecht die Lust nachTodtcnfleisch! Irene, Irene! wir wollen fort, nachmeinem eigenen Palaste und dem himmlischen See —Irene!"

Wie er so mit umnachteten Sinnen rief, tratenplötzlich zwei weibliche Gestalten in Masken und Män-teln aus einem nahe liegenden Hause.