Druckschrift 
2 (1854)
Entstehung
Seite
12
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ein Löwe in seinem Käfig ging er in dem Zimmerans und ab »nd äußerte laute Drohungen der Racheund des Trotzes; er schlug mit geballten Fäustenan die Thürc, verlangte, hinausgelaffe» zu werdenund verkündigte die Rache des Papstes.

Langsam und grau dämmerte der zu Tode gc-ängstigten Versammlung der Morgen heran; undals sie nach dem Verschwinden des letzten Sternesan dem melancholischen Horizonte bei dem matten,kraftlosen Tageslichte einander in das Gesicht blick-ten , vor Angst und Furcht beinahe Gespenstern ähn-lich, erscholl die große Glocke des Eapitols in Tönen,in welchen sic wohl das Todtengeläutc erkannten!Dann öffnete sich die Thüre und ein furchtbarer, dü-sterer Zug Franziskaner, für jeden der Barone Ei-ner, trat in das Zimmer! Bei diesem Anblicke war,wie man berichtet, der Schrecken der Verschworenenso groß, daß sie ganz und gar der Fähigkeit zu spre-chen beraubt waren. * Die Meisten, alle Hoffnung auf-gebcnd, ergaben sich endlich ihren geistlichen Beichti-gern. Als aber der für Stephan bestimmte Mönch"sich dem leidenschaftlichen alten Manne näherte, schüt-telte dieser ungeduldig die Hand und sagte:Quälemich nicht! quäle mich nicht!"

Aber, Sohn, bereite Dich auf die schrecklicheStunde vor."

Sohn, ja wohl!" sagte der Baron.Ich binalt genug, um Dein Großvater zu sein; und imUebrigen sage dem, der Dich geschickt hat, daß ich