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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Geschichte der Juden.

Die Gunst, welche Caligula dem verarmten Agrippa gewährt hatte,und die, wie man vermuten konnte, auch auf seine Religionsgenosseuübergehen würde, erregte den Neid der Heiden und brachte namentlichden längst in der Brust der alexandrinischen Griechen schlummernden,bodenlosen Haß gegen die Judäer zum Ausbruch. Die Judäer hattenzwar im ganzen römischen Reiche heimliche und offene Gegner. Eswar eine Mischung von blindem Rassenhaß und von geheimer Angst,daß dieser, wenn auch verachtete, doch so stolze Bolksstamm noch einmalzur Herrschaft gelangen werde, und diese Angst beherrschte Römer undGriechen i). Aber nirgends hatte die feindselige Stimmung einen sohohen Grad erreicht wie unter der unruhigen, lasterhaften, dem Müßig-gang und derSpottsucht Höhnenden griechischen Bevölkerung Alexandriens.Mit mißgünstigem Auge blickte sie auf die Betriebsamkeit und den Wohl-stand ihrer judäischen Nachbarn, die ihr darin den Rang abliefen, unddie ihr auch in schöngeistiger und philosophischer Bildung, worauf sieam meisten stolz war, nicht nachstanden. Dieser Haß datierte nochaus der Zeit her, als die ägyptische Königin judäische Feldherren mitden äußeren Angelegenheiten des Landes betraut hatte (S. 84. 139),und wurde durch Bevorzugung der Judäer von seiten der ersten römischenKaiser vermehrt, weil diese mehr Vertrauen zu den zuverlässigen Judäernals zu den leichtsinnigen Griechen hatten. Schmähsüchtige Schriftstellerhatten diesen Haß genährt und, um die Judäer zu verkleinern, derenGeschichte, auf die sie so stolz waren, boshaft entstellt.

Da Ägypten die'Wiege der judäischen Nation war, so zogen solcheSchriftsteller angeblich alte ägyptische Schriftdenkmäler an den Tag,welche zum Hauptthema hatten: die Judäer seien einst wegen Aussatzesaus Ägypten vertrieben worden; der Zorn der ägyptischen Götter habesie getroffen; sie seien lange in der Wüste umhergeirrt, weil sie vonden Ägyptern verstoßen worden wären; Mose habe sie Verachtung der

16. März 37 in den 4dar gefallen sein. Agrippa ist also im ^.dar König ge-worden, und er rechnete von 4.dar bis Nissan als erstes Jahr. .4.dar bisNissan 37 I. I.; N. 37 bis N. 38 II. I.; N. 38 bis N. 39 III. I.; N. 39bis Link 39 das vierte Jahr. So ist die Chronologie in Ordnung. DieJahre auf den Münzen müssen danach berechnet werden. Obgleich Maddendiesen Kalkül richtig findet (a. a. O.), so berechnet er nichtsdestoweniger dasJahr 44 auf einer Münze des Herodes Antipas gleich 41 nachchr. (S. 122, 128),während es das Jahr 39 sein kann, nämlich das Jahr 4 vorchr. (vor Nissanbegonnen) als 2 Jahre und das Jahr 39 nachchr. (nach Nissan abgesetzt) eben-falls auf 2 Jahre. Dasselbe ist der Fall mit den Regierungsjahren des Te-trarchen Philipp.

*) Interessant ist dafür die Bemerkung in isKario ad Oajnm ß 4II. II, 569:

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