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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Geschichte der Juden.

eisernen, die er hatte tragen müssen, setzte ihm das Diadem auf, womitder Königstitel verbunden war, und überließ ihm Philipps Fürstentum,das an Rom heimgefallen war, und einen Teil der Tetrarchie desLysanias, das daran grenzte und Abila des Lysanias') genanntwurde (3^ M. nordöstlich von Damaskus). Der römische Senatverlieh ihm den Titel eines Prätors (37). So anhänglich war ihmder Kaiser Caligula, der anfangs ein guter Regent zu werden versprach,daß er ihn erst nach einem Jahre in sein Königtum reisen ließ undihm das Versprechen abnahm, bald zu ihm zurückzukehren.

Als Agrippa als König und Günstling des Kaisers in Judäaerschien (um August 38). das er tief verschuldet und bettelarm verlassenhatte, erregte sein Glückswechsel den Neid seiner Schwester Herodias,die von Ehrgeiz verzehrt, ihren Gemahl bestürmte, sich ebenfalls nachRom zu begeben und sich von dem gunstspendenden jungen Kaisermindestens ein Königreich zu erbitten. Hier zeigte sich die Lieblosigkeit,von welcher die Herodianer gegeneinander beseelt waren, in ihrerganzen Blöße. Aus Furcht, Antipas könnte sich ebenfalls in CalignlasGunst setzen, oder aus Rache wegen der von ihm erlittenen Beschimpfung,verleumdete ihn Agrippa beim Kaiser in einem Schreiben des Inhalts:Antipas gehe mit verräterischen Plänen gegen Rom um; er sei beider Verschwörung des Sejan gegen Tiberius beteiligt gewesen; erunterhalte eine Verbindung mit den Parthern, den Feinden Roms; erhabe so viel Waffen in seiner Hauptstadt angehäuft, daß ein Heer vonsiebzigtausend Mann damit ausgerüstet werden könnte. Antipas, vomKaiser in einer Audienz darüber zu Rede gestellt, gestand das Vor-

Josephus Altert. XVIII, 6, 1tO. Philo in Hiaoonm ß 5, N. II,p. 520, H 6, ill. II, p. 523. Über Xbiia lysanias vergl. Usnau, Dynastieclss IJ'8anias in den insmoirss äss inseriptious et <Ie8 bslle8 IsttrsZ 17 XXVII>ai'8 II, p. 40 fg. Das Ergebnis der Renansche» Untersuchung ist, daß dieLandschaft den Namen von Lysanias führte, dem Sohne des PtolemäusMennäi, welcher lange Damaskus inne hatte, und daß der Zenodoros oderZenou, nach welchem ein Landstrich den Namen u?xos roö führte,

wahrscheinlich ein Sohn dieses Lysanias war. Renan zweifelt aber mit Unrechtdaran, daß eben diese Landschaft des Zenodoros Panias und Ulatha war.Josephus berichtet (Xnt. XV, 10, 3), Augustus habe dem Herodes auch nochOv/.«A»»' xai Havra'ck» xa» Fwoolv geschenkt. Dann berichtet er

(L. s. II, 6, 3): Augustus habe dem Herodes Antipas gelassen: Cäsaren usw.

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sVergl. jedoch Niese z. St.) Wie kommt Jamnia zu dieser Gegend? Sagt dochJosephus an derselben Stelle, daß Jamnia der Salome zugewiesen worden sei?Man muß also lesenstatt Dann ist alles in Ordnung. Ge

bietsteile des Zenodorus und Panias wurden genanntHaus des Zeno-doros," d. h. Panias und Ulatha. sVergl. hierzu Schürer 1^, S. 718 f.)