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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Geschichte der Juden.

den Ehrennamen der Fromme (0blia8, Orli-^m). Er lebte strengnach dem Gesetze und war ungehalten darüber, wenn Judenchristen sichVergehungen gegen dasselbe erlaubten^). Neben ihm standen der erstenebionitischen Gemeinde noch vor: Simon Kephas oder Petrus denJonas und Johannes ben Zebeda'i. Diese bevorzugten Jüngerwerdendie Säulen des Christentums genannt." Simon Petrus warder tätigste unter sämtlichen Jüngern Jesu; er gab sich Mühe, Anhängerfür den Glauben an Jesus und für die christliche Lebensregel zuwerben. Er wird indes als ein schwankender Charakter geschildert.Die christlichen Quellen sagen von ihm aus, er habe bei Jesu Gefangen-nahme ihn dreimal verleugnet, und sein Meister habe ihn selbst klein-gläubig genannt-). Sein Gegner berichtete: Petrus habe ohne Rücksichtauf die Speisegesetze mit den Heiden gegessen. Sobald aber Leute vonJakobus' Anhang zugegen waren, habe er aus Furcht an heidnischenMahlen keinen Teil genommen^). Er sowie die anderen Jüngerwollten von Jesus dazu beauftragt worden sein, zu denVerlorenendes Hauses Israel" zu gehen, um sie der Brüderlichkeit und Gemein-schaft des Gottesreiches teilhaftig zu machen. Sie sollten gleich Jesusund Johannes dem Täufer das Himmelreich verkünden; kaum geboren,ging das Christentum schon auf Eroberung und Proselyten ans. DieJünger Jesu behaupteten, von Jesus die Gabe empfangen zu haben.Kranke zu heilen, Tote zu erwecken und böse Geister zu vertreiben^).Die Tämonenbeschwörung, die bei Jesus nur eine Zufälligkeit war,machten sie zu einer stehenden Funktion und verbreiteten den von Galiläaaus mitgebrachten Glauben an die Macht des Satans und der bösenGeister, welche durch diesen Glauben erst recht Wesenhaftigkeit erhielten.Innerhalb des Judentums war der Dämonenglaube harmloser Natur,ohne religiöses Gepräge; erst im Christentum wurde er zum Glaubens-artikel erhoben, dem Hekatomben von Menschenopfern sielen. Die erstenChristen gebrauchten oder vielmehr mißbrauchten den Namen Jesu zuallerhand Beschwörungen und Bannungen; alle diejenigen, welche anJesus glaubten, schrieben sich die Macht zu, in seinem Namen böseGeister vertreiben, Schlangen beschwören, Kranke durch Häudeauflegenheilen zu können, ja so sehr seien sie gefeit, daß, wenn sie etwasTödliches tränken, es ihnen nicht schaden würde^). Teufelsbannnng

*) Folgt aus Galaterbrief 2, 12.

st Matth. 26, 69 ff.; 11, 31. st Galaterbrief das.

st Matth. 10, 8. Vergl. Markus 9, 38; Lukas 9, 19.

st Markus 16, 1719. Vergl. ckerus. ^boäa, sara. 40 ü. (wo die echteL.-A. erhalten ist): . . . wn: n::-;

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