Die Freischaren.
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alter (geb. um 50 vorchr. Z.). Mit seinem Feuereifer und seinemglühenden Römerhaß entzündete er die Gemüter und gewann einenbeträchtlichen Anhang unter dem kräftigen Menschenschläge der Galiläer.Mit diesem überfiel er die Waffenkammern der galiläischen HauptstadtSepphoris, bewaffnete seine Leute, besoldete sie mit dem VorgefundenenGelde und wurde der Schrecken der römisch Gesinnten Z.
Dringender noch als Sabinus mahnten die Vorgänge in der Nähevon Syrien den Statthalter, dem Aufstande zu begegnen und dengefährdete» römischen Truppen zu Hilfe zu eilen. Wie sehr muß dieSchilderhebung der Judäer Varns in Angst versetzt haben, da er nichtnur die ganze verfügbare römische Truppenmacht (zwei Legionen Fuß-volk und vier Geschwader Reiterei, über 20000 Mann) ausrücken ließ,sondern auch die Hilfstruppen der benachbarten kleinen Fürsten unterdie Waffen rief. Der Nabatäerkönig Aretas, froh, eine Gelegenheitzur Rache an den Judäern, seinen Besiegern unter Herodes, zu haben,stellte freiwillig seine Truppen dem römischen Feldherrn zur Verfügung,und verheerte, da er die Vorhut des römischen Heeres bildete, die Städteund Dörfer, die seine Truppen durchzogen, durch Plünderung undBrände. Eine Abteilung seines Heeres hat Varns nach Galiläa detachiert,die gegen Juda den Galiläer operieren sollte. Der Kampf um denBesitz von Sepphoris scheint sehr heiß gewesen zu sein; denn Varnsließ die Stadt in Flamme» aufgehen und die Einwohner als Sklavenverkaufen; Juda der Galiläer aber entkam glücklich. Ebenso erginges der Stadt Emmaus im Westen, wo Athronges gehaust hatte; dieEinwohner hatten sich jedoch durch die Flucht gerettet. In Jerusalemangekommen, fand Varns eine leichte Arbeit, indem die Belagerer desSabinus, von den einrückenden Truppen erschreckt, den Kampf aufgaben.Er ließ nichtsdestoweniger auf die Schuldigen fahnden und zweitausendGefangene ans Kreuz schlagen -). Das war das Ende des Aufstandes,der dem aufwallenden Zorne sein Entstehen verdankte, bei dem aberdie Klugheit nicht zu Rate gezogen worden war. Er brachte Judäanur noch in schimpflichere Abhängigkeit von Rom; eine Legion bliebzur Überwachung der Stadt in Jerusalem. — Während dieser Zeitbettelten die Herodianer vor Augustus' Thron »m die jndäische Kroneund überzeugten ihn durch ihre kriechende Gesinnung und ihre gegen-seitige Beschuldigung, daß sie allesamt unwürdig zum Herrschen waren.Ehe noch Augustus die Entscheidung getroffen hatte, kam eine jndäischeGesandtschaft, aus fünfzig der angesehensten Männer bestehend, von
2) Das. 10, 4—8. 'laeltns HiZtorias 5, 9.
") Josephus Altert, das. 10, 9.