Einweihung des Tempels.
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artigen Holzmauer (8orsA, eingeschlossen, erhielt unter Herodes
eine feste Mauer, die nicht hoch war.
Die Räume des Tempels wurden wenig geändert und bestanden,wie in dem älteren von Sernbabel erbauten, aus drei unbedecktenHöfen (^rurud) und ans dem überdachten Heiligtume. Dieses behieltim Innern dasselbe Maßverhältnis wie das ältere, der heilige Raumfür Leuchter, Schaubrottisch und goldenen Altar vierzig Ellen Längeund zwanzig Breite und das Allerheiligste im äußersten Westen zwanzigEllen im Gevierte. Äußerlich aber erhielt das Heiligtum einen vielgrößeren Umfang, Hundert Ellen Höhe und eben so viel Länge vonOst nach West — eine Vorhalle im Osten mitgerechnet, aber nursiebzig Ellen Breite von Nord nach Süd. An dieser Vorhalle waraber zu beiden Seiten ein geschlossener Anbau von je fünfzehn Ellenangebracht, wodurch die Breitseite im Osten dem Auge ebenfalls eineAusdehnung von hundert Ellen darbot. Tie Mauern des Heiligtumsbestanden aus leuchtendem weißen Marmor, und da sie ans der höchstenHöhe des Tempelberges errichtet waren und den Vorbau überragten,so boten sie dem Auge von Ferne von allen Seiten einen prachtvollenAnblick. Die scheinbar dreißig Ellen betragende Dicke derselben wardurch breite Zwischengänge und Zellen durchbrochen. Der weite Raumvor deni Heiligtume zerfiel in Abteilungen für Frauen, Laien, Priesterund Opferdieust. Innerhalb und außerhalb des inneren Vorhofes oderdes Bortempels waren offene und geschlossene Hallen zu verschiedenenZwecken und auch für die Schatzkammern. Längs der südlichen undnördlichen Wand im Innern waren bedeckte Säulengänge mit Stein-sitzen wohin die diensttuenden Priester bei Nässe und drückender
Hitze sich zurückziehen konnten. Der Raum für das weibliche Geschlecht,das sich mehr als früher am Tempelbesuche beteiligte, war ganz be-sonders abgeschlossen, und von außen waren im Weibervorhofe nachdrei Richtungen Balkone zum Zuschauen bei Festlichkeiten angebracht.
Eine große Pracht wurde auf die Flügeltüren, Pfosten undOberschwellen der Pforten im Tempel verwandt. Zum Frauenraumführte von Ost nach West eine Pforte, deren Türen ans glänzendemkorinthischem Erz gegossen waren, die ein reicher und frommerAlexandriner, wohl der damalige fürstliche Arabarch Nikanor, geweihthattet. Es führte daher den Namen Nikauor-Tor. Von diesemführten fünfzehn Stufen zum Raume für die Laien durch eine Pforte,welche wegen ihrer hohen Lage das hohe Tor genannt wurde. DieVorhalle (lstiaiu) war nicht durch Flügeltüren geschloffen. Bon ihr
i) Vergl. Note 4.
Graetz, Geschichte der Juden. III.
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