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Geschichte der Juden.
und Phasasl sich als Gesandte zu Barzaphernes zu begeben, um mitdemselben die streitigen Angelegenheiten zu schlichten; Herodes aber ließer nicht aus den Augen. Als die Gesandten vor dem parthischen Feld-herrn in Ekdippa (Kesib) erschienen waren, wurden sie sofort inFesseln geworfen; Phasasl entleibte sich selbst, und Hyrkan wurde alsGefangener zurückgehalten, nachdem ihm die Ohren verstümmelt worden,um ihn künftighin zum Hohenpriester untauglich zu machen. AuchHerodes sollte durch List gefangen genommen werden; aber von denGetreuen, die sein Bruder ihm zngeschickt, gewarnt, entzog er sich derGefangenschaft durch die Flucht in dunkler Nacht. Er hatte die weib-lichen Glieder seiner Familie und seine Braut Mariamne mitgeführt,und eilte ans die Feste Masada zu, wo er die Frauen unter Aufsichtseines Bruders Joseph zurückließ, um sich von da weiter zu begeben.Die Verwünschungen des Volkes folgten ihm nach. Antigonos wurdesofort zum König von Judäa eingesetzt. Den Schattenkönig Hyrkanführten die Parther nach Babyloniens. Antigonos, mit dem hebräischenNamen Mattathia, fühlte sich als König: er ließ Münzen schlagenmit seinem hebräischen und griechischen Namen: „Mattathia, der Hohe-priester und die Gemeinde der Judäer", auch „König Antigonos", imKranze einen blühenden Stengel oder ein Füllhorn als Emblem st.Die parthischen Hilfstruppen waren abgezogen, die römische Besatzung,welche noch in einigen Festungen zurückgeblieben war, vernichtete Anti-gonos b). So war Judäa wieder von fremden Truppen gesäubert undkonnte sich einen Augenblick dem süßen Traume wiedererlangter Un-abhängigkeit nach fast dreißig schweren Jahren innerer Reibungen undblutiger Kämpfe hingeben.
st Das. 13, 9—10; jüd. Krieg I, 13, 6.
st Anhang zu Bayers Vlnätoias IV. Eckhel, äoolrina nnminoruin III,48V ff. Us Laulc^, rsebsrebes sur la unwisinatigns suclalgus 110—113;Llacläsn in den beiden oft genannten Werken. st Uio Oassiuo 49, 22.