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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Crassus Tempelraub und Tod.

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zu ermüden. Aber sein heißblütiges Temperament riß ihn hin, sich ineine offene Schlacht gegen sie einzulaffen, wodurch der größte Teilseines Heeres getötet wurde und der Rest sich zerstreute. Noch immerungebeugt, warf sich Aristobul mit dem Rest der Krieger in die FestungMachärus und suchte sie in Eile widerstandsfähig zu machen. Aberals die Römer mit ihren Belagerungswerkzeugen heranrückten, mußteer sich nach zweitägiger Belagerung ergeben und wurde zum zweitenMale mit seinem Sohne in Fesseln nach Rom geschickt (56). Einebenso klägliches Ende nahm ein zweiter Aufstand, den sein SohnAlexander gewagt, welcher auf Gabinius' Verwendung vom Senate dieFreiheit erlangt hatte. Dieser wegen seiner Räubereien berüchtigteParteigänger Pompejns' und Statthalter von Syrien hatte das Landso schwer bedrückt, daß die Bewohner aus Verzweiflung zu den Waffengriffen, um Alexander zur Bekämpfung der Römer beizustehen. Sokonnte er mehr als 30000 Kämpfende um sich versammeln. Er be-gann damit, sämtliche Römer, auf die er stieß, niederzumachen, unddiejenigen, welche sich auf den Berg Garizim geflüchtet hatten, belagerteer. Gabinius hatte nicht Truppen genug, um gegen ihn zu Felde zuziehen, und mußte sich des schlauen Ministers Antipater bedienen, umeinen Teil von Alexanders Parteigängern von diesem abzuziehen. Mitdem Reste zog Alexander dem inzwischen angesammelten römischenHeere unter Gabinius entgegen, ließ sich unbesonnen dazu Hinreißen,eine Schlacht am Berge Tabor (Itbabzwion) aufzunehmen und erlittgegen Gabinius eine fürchterliche Niederlage (55^). Dieser traf jetztnach Antipaters Weisung und Eingebung neue Einrichtungen in Jerusalem.

Inzwischen hatten sich die drei bedeutendsten Männer Roms,Julius Cäsar durch Geistesübcrlegenheit. Pompejus durch Kriegs-ruhm und Crassus durch erstaunlichen Reichtum hervorragend, ge-einigt und ein festes Bündnis besiegelt, um die Macht des Senatsund der Optimalen zu brechen und die Staatsangelegenheiten nachihrem Willen zu regeln (56). Die Trinmviren teilten einander dieschönsten Länder als Provinzen und Wirkungskreise zu. Der trotzseines sprichwörtlich gewordenen Reichtums geldgierige Crassus erhieltSyrien, wozu Judäa fortan ohne weiteres gerechnet wurde. Auf seinemKriegszuge gegen die Parther machte er einen Umweg, um Jerusalemzu berühren, von dessen gefülltem Tempelschatze angelockt. Dieser Schatzvermehrte sich aus den Opfergabeu und Spenden, welche die Judäerin den Ländern der Zerstreuung unter Römern und Parthern alljährlichnach Jerusalem zu senden pflegten, und aus den Weihgescheuken, welche

*) Josephus Altert. XIV, 6, l. I. Kr. I, 8, 7.