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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Der Jdumäer Antipater.

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Bündnis, daß Aristobul, der zum Herrschen Befähigtere, die königlicheKrone, Hyrkan das hohepriesterliche Diadem tragen sollte. So warHyrkan nach dreimonatlicher Regierung entthront (69 ^). Zur Be-festigung des Bündnisses heiratete Aristobuls Sohn Alexander HyrkansTochter Alexandra, deren Kinder und Enkel später ein so tragischesEnde erfahren sollten.

Der durch einen glücklichen Handstreich König gewordene Ari-stobul II. scheint keinerlei Veränderungen im Innern vorgenommen zuhaben, welche die Pharisäer gegen ihn hätten einnehmen können, wieman denn überhaupt in seinem Leben keinen einzigen Zug findet, derihn znm ausgesprochenen Sadduzäer stempeln könnte. Man darfdemnach die bald darauf erfolgte tiefgehende Zerrissenheit nicht alsFortsetzung der Parteizwiste zwischen Sadduzäertnm und Pharisäer-tum ansehen. Die Sadduzäer, die ohnehin in theoretischen Dis-kussionen nie stark waren, mögen endlich eingesehen haben, daß für sieauf dem Boden der Theorie keine Lorbeeren blühen werden, und daherdie religiöse Wirksamkeit den Pharisäern überlassen haben. Die Furchtvor dem Volke, das dem Pharisäertum mit Hingebung zugetan war,mag sie auch bestimmt haben, die Streitigkeiten fallen zu lassen undsich äußerlich unterznordnen.

Die Parteistellung in Judäa nahm daher von jetzt an einen ver-änderten Charakter an, ja, sie wäre vielleicht ganz erloschen, wennsich nicht ein Mann mit seinem maßlosen Ehrgeize und seinem per-

*) Josephus gibt bei diesen Tatsachen, Altert. XIV, 1, 2, genaue Datenan; es ist die Frage, ob sie ganz zuverlässig sind. Hyrkan habe nach dem Todeder Mutter die Hohepriesterwürde im dritten Jahre der 177. Olymp, erlangt;das wäre 7069 ants. Er fügt aber hinzu: während des Konsulats des Hor-tensius und Mstellus, d. h. von Januar 69 an. Allerdings kann dieses noch immerin l77, 3. Olymp, fallen. An einer anderen Stelle, XV, 6, 4, gibt er an, Hyrkanhabe die Herrschaft nach dem Tode der Mutter nur 3 Monate inne gehabt:i-c-rao/d-- rokk? Diese 3 Monate müßten also im Verlaufe des Jahres 69

angesetzt werden. In XX, 10 berichtet er: als Aristobul 3 Jahre und 3 Monatedie Hohepriesterwürde inne gehabt, habe Pompejus nach Eroberung Jerusalemsdieselbe dem Hyrkan wieder überlassen. Pompejus Eroberung Jerusalems fälltSommer oder Herbst 63. 3 Jahre 3 Monate zurückgerechnet, siele AristobulsFunktion als Hoherpriester etwa Frühjahr 66. Wer war von 69 bis 66 Loher-priester? Doch wohl Hyrkan. Damit wäre die Angabe des arabischen Makka-bäerbuches e. 34 bestätigt, daß der Ausgleich zwischen den Brüdern der Art war,daß Hyrkan die Hohepriesterwürde behalten sollte. Er hätte sie demnach 6966inne gehabt, und sie könnte ihm entrissen worden sein, als er zu Aretas ent-flohen war. Die Angabe bei Joseph., daß Hyrkan nach dem VertragPrivatmann geblieben oder spricht nicht gerade dagegen; es.

bedeutet: ohne Herrschcrrecht und Macht. sS. jedoch Schürer I", 29lj.