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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Geschichte der Juden.

asien k83 bis 69*), bis die Römer ihre gewalttätige Einmischung voll-brachten. Wie es scheint, begünstigte Tigranes den judäischen KönigAlexander, um den von ihm verdrängten Aretas im Zaume zu halten.Alexander war dadurch in den Stand gesetzt, wieder seine Kriegslastzu befriedigen und neue Erorberungen zu machen. Er bekriegte einigewichtige transjordauische Städte mit griechischen Einwohnern, welcheAretas untertänig waren, Diospolis (Dion), Pella und Gerasa,wo Theodoros, sein Gegner, Schätze niedergelegt hatte. Von hier auszog er nördlich, nahm das niedere Gaulauitis mit der HauptstadtGamala, das obere mit dem Vorort Sogane und noch dazu Seleuciaim Osten des hohen Sees (Merom, Samachonitis?) ein. Die Bewohneraller dieser Städte zwang er, das Judentum anzunehmen und sich dieBeschneidung gefallen zu lassen. Die Stadt Pella, deren Bewohnersich dagegen sträubten, ließ er zerstören ^). Auch die früher im Ostendes Toten Meeres erorberten Städte, die Aretas ihm entrissen hatte,brachte er wieder in seine Botmäßigkeit. Judäa wurde durch eineReihe von Städten vergrößert, jenseits des Jordans von Seleucia imNorden bis Zoar, der Palmenstadt, im Süden des Toten Meeres,und am Mittelmeere von Rhinokrura und Raphia im Süden bis zumKarmelgebirge im Nordwesten. Wichtig waren besonders die Seestädte.Für seine griechischen Untertanen ließ Alexander zuerst Münzen mitder griechischen Inschrift:König Alexander" ^rle^'-SAau)

prägen, mit einem Anker auf der einen Seite und auf der andereninit hebräischen Buchstaben:Jonathan, der König" (llskouatlmiiIm-Llslsod). Seine Münzen aus früherer Zeit dagegen hatten nurdie Inschrift:Der Hohepriester Jonathan und das Gemein-wesen der Judäer", wie die seiner Vorgänger*). Nach dreijährigemFeldzuge jenseits des Jordans (83 bis 80) kehrte er nach Jerusalem

*) Aus Appians Zeugnis (äs rsbb. 8zu'. 48. 70) und aus Justin 40, 1geht hervor, daß Tigranes eine Reihe von Jahren König von Syrien war.Über die Ausgleichung der Data vergl. Oiiuton tust.! bell. III, p. 348. Dannmuh er Aretas verdrängt haben. Der Anfang fällt ins Jahr 83, und geradein diese Zeit, drei Jahre und darüber vor Alexanders Tod, fallen seine Er-oberungen in Peräa und Gaulanitis. Alexander muß sie also mit TigranesErlaubnis gemacht haben. Aus Joseph. Altert. XIV, l, 4 geht hervor, daß12 Städte in Peräa, die Alexander erobert hatte, den Arabern, d. h. Aretas,gehört hatten. Er hat demnach gegen Aretas Krieg geführt.

2) Jos. jüd. Krieg 1, 4, 8; Altert. XIII, 15, 3; statt muh gelesen

werden 1'epno»'-, wie an erster Stelle. Über Gaulanitis vergl. jüd. Krieg IV, I, l.

-) Jos. Altert, das. 15, 4.

Vergl. Uaääsn, bistor^ ok ssrvisb ooinaxs, p. 65 fg. Xuinisin. Orient II,85 i., Merzbacher, Untersuchungen über althebr. Münzen, S. 197 fg.