Alexanders Eroberungen.
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Darauf hatte Alexander schwere Kämpfe mit dem Nabatäerkönig Aretaszu bestehen, der infolge der Selbstzerfleischung der letzten syrischenKönige von den Damaszenern eingeladen wurde, den durch den Todseines Gegners erledigten Thron gegen die Anmaßung eines TyrannenPtolemäus einzunehmen. Aretas war der mächtigste Fürst der Araberoder Nabatäer. Er führte in seinem Lande griechisches Wesen ein undließ sich auf den von ihm geprägten Münzen „ Gr i ech e n fr eu nd "nenneni). Er schmückte die nabatäische Hauptstadt Petra mit Gebäuden,Theatern und Rennbahn nach Art der Griechen. Als Beherrscher vonDamaskus verlangte er von Alexander Unterwürfigkeit und überzogJudäa mit Krieg. Bei Adida verlor Alexander eine Schlacht gegenihn und mußte einen schimpflichen Frieden eingehend).
Indessen verließ Alexander das Glück nicht. Es trat in Syrienwieder eine Veränderung ein, die ihm zum Vorteil gereichte. Ti-granes, ein Nachkomme des von Antiochos Epiphanes bekämpftenStatthalters Artaxias, gründete ein großes armenisches Reich, erbauteeine bedeutende Stadt Tigranokerta und bevölkerte sie mit griechischenBewohnern. Nachdem er glückliche Kriege gegen die benachbartenParther geführt, richtete er seinen Blick auf das durch Bruderkriegegeschwächte syrische Reich. Von der Bevölkerung eingeladen, die Herr-schaft zu übernehmen, verjagte er den syrischen König AntiochosEusebos, Kyzikenos Sohn, verdrängte wohl auch Aretas aus Damas-kus und regierte vierzehn Jahre über Syrien und einen Teil von Klein-nisse entgegengestellt. Die L.-A. ist nicht richtig, sondern mit a, wie
einige Codd. haben, und auch Altert. XVI, 5, 2 in der EditionIm Talmud lautst der Name ebenfalls noo-i-w. sNiese hat in
den Text ausgenommen.!
U Vergl. über Aretas Philhellen oder rm-m und die von ihm
geprägten Münzen die Abhandlung des Herzogs de Luynss Levus numis-inarigus 1858, p. 292 fg. und des Grafen de Vogüs das. 1868, p. 157 fg.Wenn der Letztere angibt, daß Aretas von 95 bis 50 regiert haben müsse, sohat er Josephus Angabe gegen sich. Denn dieser nennt den arabischen König,welcher Alexander durch einen Hinterhalt eine Niederlage beigebracht '0,?i'ö«Loder (Altert. XIII, 13, 5; jüdischer Krieg I, 4, 4> und zwar geschah
dieses nach dem Tode der beiden syrischen Gegenkönige Grypos und Kyzikenos,d. h. nach 95. Damals kann also dieser Aretas noch nicht regiert haben. Jos.nennt zwar (Altert, das. >3, 3) einen König der Araber, welcher den GazäernHilfe versprochen. Dieser muß aber Obodes Vorgänger gewesen sein. Übrigensspricht auch Justin von diesem Aretas Philhellen (39, 5): Xrabuin rsx Lro-ll mns (I. Xrstas) üäuoia 70 üliorum ... cllvisis sxsroitlbus, nnuo XsZ'z'p-lum mruo Lxriaiu lulsstavit, mugmumgus »omsn Xrabum . . . tsosrat. (DasRichtige, daß im Texte Aretas III. gemeint sei, hat hier wohl Schürer IS. 732 f.s
Joseph. Altert. XIII, 15, 2.