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Geschichte der Juden.
Er wollte nicht bloß an Alexander, sondern an den Judäern überhauptRache nehmen, weil sie in Ägypten seine Gegner und einige sogar dievertrautesten Ratgeber seiner Mutter (o. S. 75) waren. Akko fielebenfalls in seine Hände, und Gaza unterwarf sich ihm freiwillig Z.
Diese beträchtliche Niederlage hätte unfehlbar die schimpflichsteKnechtschaft über Judäa gebracht, wenn nicht Kleopatra wegen derSiege und Machtvergrößerung ihres Sohnes die größte Sorge empfundenund Vorkehrungen getroffen hätte, ihm die Früchte seiner Siege zuentreißen, ehe er sie gegen sie selbst gebrauchen konnte. Sie rüsteteein starkes Heer und sandte es, von der Flotte unterstützt, gegen La-thuros nach Judäa und Syrien. Den Oberbefehl über dasselbe hattendie zivei jndäischen Feldherren Chelkia und Anania, jene beidenSöhne des Onias, welchen die Königin Kleopatra die Behauptungihrer Krone verdankte. Chelkia starb in diesem Feldzuge, in welchemer den Lathuros auf seinem Zuge nach dem Süden, um während derAbwesenheit seiner Mutter und des Heeres einen Einfall in Ägyptenzu machen, auf Schritt und Tritt verfolgt Haltes. Durch den Toddieses bewährten Feldherrn hatte aber die Unternehmung gegen Lathurosnicht gelitten. Sein Bruder füllte seine Stelle im Rate und im Heereaus. Ananias hohe Stellung war zu dieser Zeit von entschiedenemEinflüsse für seine Stammesgenossen in Judäa. Einige Räte Kleopatrashatten ihr nämlich, nachdem sie festen Fuß in dieser Gegend gefaßtund Ptolemars eingenommen hatte, den Gedanken nahe gelegt, dieGelegenheit nicht vorübergehen zu lassen, sich Judäas, das ihren Schutznicht entbehren konnte, zu bemächtigen, Alexander zu entthronen unddas Land an Ägypten zu bringen. Aber Anania trat diesem Ratemit Entrüstung entgegen; er wies nicht nur auf das Ungerechte einersolchen Bundesbrüchigkeit hin, sondern machte die Königin auch auf dienachteiligen Folgen eines solchen Schrittes aufmerksam. SämtlicheJudäer Ägyptens, die als die Stütze ihres von ihrem Sohne bedrohtenThrones galten, würden, so bemerkte Anania, sich zu ihren Feindenschlagen, falls sie einen verräterischen Angriff auf die Unabhängigkeitder jndäischen Nation machen sollte ^). In seinen Worten lag zugleichdie Drohung, daß er selbst mit dem Gewichte seiner politischen Einsichtund seines Feldherrentalentes aufhören würde, ihr zu dienen, oder garsich gegen sie erklären würde. Diese Sprache verfehlte nicht des Ein-druckes auf das Gemüt der Königin, sie verwarf den arglistigen Ratder Judenfeinde und schloß in Betsan ein Schutz-- und Trutzbündnismit Alexander (um !)8^). So hat die warme Anhänglichkeit eines
st Jos. das. 12, ö—6; 13, 1. -) Das. 13, i.
st Das. 13, 2. st Das.