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Geschichte der Juden.
gewinne» sollte, mußte Aristobul seine Eroberungen, von einer schwerenKrankheit befallen, einstellen und sich nach Jerusalem zurückziehcn-Antigonos setzte zwar den Krieg einige Zeit mit Gluck fort, als eraber wegen des herannahenden Festmonats Tischri ebenfalls nach Jeru-salem zurückkehrte, war es weder ihm, noch seinem königlichen Brudervergönnt, den Kriegsschauplatz wieder zu betreten. Antigonos fiel, wieschon erwähnt, durch Meuchelmord, und Aristobul erlag der Krankheit,nachdem er ein Jahr regiert hatte Z (106 — 105).
Der aufeinanderfolgende Tod der beiden Brüder gab dem bos-haften Gerüchte den Stoff zu einem erschütternden Phautasiestück. TieSage erzählt: Als Antigonos zu dem großen Feste heimgckehrt undin glänzendem Waffenschmnck auf dem Tempelplatze und in den StraßenJerusalems einhcrschritt in jugendlicher Schönheit und Vollkraft, hättenseine Gegner Veranlassung davon genommen, die Eifersucht des krankenKönigs rege zu machen, ihm zntrageud, daß Antigonos nach seinemLeben und seiner Krone trachtete. Aristobul, obwohl voll Vertrauenauf die Zuneigung seines Bruders, habe doch der Verleumdung Gehörgegeben. Er wollte ihn selbst sprechen, um in seinen Zügen die Schuldoder Unschuld zu lesen. Zu diesem Zwecke habe er ihn rufe» lassenund ihm zugleich bedeutet, er möge unbewaffnet zu ihm kommen; zugrößerer Vorsicht habe er in einem Gange, der zu seinem Zimmer imPalaste der Hasmonäer in der Burg Baris führte, seine Leibwacheaufstellen lassen, mit dem Befehle, Antigonos sofort niederzustcccken,wenn er etwa bewaffnet eintreteu sollte. Diesen Befehl habe die Königin,welche Antigonos haßte, zu seinem Verderben benutzt, indem sie ihmdurch die Boten des Königs die entgegengesetzte Aufforderung habezugehen lassen: nämlich in vollständiger Waffeurüstung vor dem Königzu erscheinen. Dieser Weisung sei Antigonos uackgekommen und indem dunkeln Gange Stratonsturm der Birah sofort von den Tra-banten niedergestoßen worden. Bei der Nachricht von dem auf seineVeranlassung erfolgten Tod des Bruders habe die Krankheit des Königsnoch mehr zugenommen, da der Schrecken ihm einen Blutsturz zuge-zogen. Eine Schale von diesem Blute habe ein Diener des Königs,ausgleitend auf dem von dem Blute des Erschlagenen noch schlüpferigenBoden des Vorgemaches, verschüttet, so daß das Blut beider Brüdersich vermischt habe. Dieser Vorfall habe ans das Gemüt des Königseinen so erschütternden Eindruck gemacht, daß er sich als Mörder seinesBruders augeklagt habe, und die Seelenpein habe eine Zunahme derKrankheit herbeigeführt, worauf der Tod erfolgt sei"). Aristobuls
l) Das. XIII, 11,2 — 3. ^ Josephus Altert, das.