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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Geschichte der Jude».

gebeugt in den Staub ist unser Leben, an der Erde klebt unser Leib."Die Psalmen, welche bis zur Tempelzerstörung beim Gottesdienste inGebrauch geblieben sind, stammen wohl teilweise aus Hyrkans Zeit. Am Sabbat war der Gottesdienst feierlicher und ausgedehnter.Neben dem Sabbatpsalm wurde das erhabene Lehrgedicht, das Mosevor seinem Tode dem Volke übergeben (Huasmu), in sechs Abteilungengesungen, jeden Sabbat ein anderer Abschnitt, und beim Nachmittags-gottesdienst das Siegeslied am roten Meere Z. An den Festtagenwurde eine Reihe von Psalmen gesungen, welche die wunderbare Er-rettung des Volkes aus Ägypten und dessen Erhebung aus der Niedrig-keit verlebendigen (Hüllst), auch au dem Lichtfest zur Erinnerung andie Tempelweihe, für welches sie wohl zuerst eingeführt worden waren,und auch beim Opfern der Passah-Lämmer^). Diese Hymnen wurdenvon zwei oder mehreren Flöten begleitet^).

Der Gottesdienst außerhalb des Tempels in den Synagogen (Lst-Dslilla, Lst Im-Ivnssst, Llouüs-Ll) hat ohne Zweifel in der hasmo-näischen Zeit einen Aufschwung genommen. Im ganzen war dersynagogale Gottesdienst dem Tempel entlehnt und galt als Stellvertreterdes Tempelrituals. Selbst das Landvolk fand sich am Montag, Donners-tag und an den Feiertagen in der zunächst gelegene» Stadt zum Gottes-dienste ein, bei welchem Gebete mit Vorlesungen ans dem Gesetze ab-wechselten Z. Am Montag und Donnerstag waren auch Wochenmärkteund Gerichtstage in den Städten. Der Pentateuch wurde in kleinenAbschnitten vorgelesen und am Sabbat und an Festtagen entsprechendeStellen aus den Propheten. Um richtige Abschriften des so wichtigenFünfbucbes, als Quelle für die Gesetze, für die Bethäuser und Lehr-stätten zu haben, wurde in den Tempelvorhof eine Musterrolle(Ksplrsr üa-^sargy) uiedergelegt. Infolge des Religionszwauges unterAntiochos Epiphanes, dessen Schergen die Gesetzrollen zerrissen und ver-brannt hatten, waren wohl fehlerhafte Exemplare, die sich einzelne zumErsätze der eingebüßten abgeschrieben hatten, in Umlauf gekommen. Esschien daher der hohen Behörde notwendig, um die eingeschlichenenFehler zu tilgen und deren Vervielfältigung zu verhüten, ein Muster-exemplar zur Berichtigung niederzulegeu. Schriftkundige wurden an-gestellt, nach dieser Hauptrolle anderweitige zu verbessern. Diejenigen,welche mit der Auswahl derselben beauftragt waren, haben wohl mehrereVorgefundene Exemplare verglichen. Man erzählte sich, daß sie drei

Z Lo8od Iia-8eliana 31 a.

losepdta 8ueea III, 2. öabl. laauit 28 d; kssaoliim 64 a; Il7a.

2) Liaeliiu p. Iva.

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