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Geschichte der Juden.
Schließen der Tempeltore zugegen zu sein, ferner den Tempelschatz zubesichtigen und ans ihm die Summen zu entnehmen, welche für dieBestreitung der Bedürfnisse nötig waren. Alle mußten beim Öffnenanwesend sein*). Diese Schlüsselträger standen im Range höher als dieEinnehmer (Etwborimst, deren es drei gab; sie nahmen die Opferund Weihgeschenke i» Empfang, veräußerten, was nicht zum Opfertauglich war 3), und lieferten den Erlös dafür den Schatzmeistern ab.Außer den höheren Beamte» gab es noch mehrere Unterbeamte, deneneinzelne Zweige der Tempelverwaltung überwiesen waren, und die ihreÄmter zum Teil in ihren Familien vererbten. Es gab einen Aufseherüber die priesterlichen Ornate (al Im-Nulbusob), einen anderen überdie Zubereitung des Räucherwerkes (nl lm-Kstvrst), über die Bereitungder Schaubrote (ul I-sobsm Ira-Uanim), Aufseher über die verschiedenenmusikalischen Instrumente, über die Ausbildung der Levitenchöre (alba-OnIrair, ist Ka-Mrsl, nl tm-Kelnr), über das Wasserknnstwerk imTempel. Ein Oberarzt war angestellt für die Behandlung der dienst-tuenden Priester, die sich durch das Stehen auf dem steinernen Pflasterdes Vorhofes öfter Erkältungen zuzogen ^).
Über die Ordnung des täglichen Kultnsritnals war ein eigenerBeamter gesetzt, der den Titel Memunna (Vorgesetzter) führte^). Erhatte dafür zu sorgen, daß das Ritual in vorgeschriebener Reihen- undZeitfolge vollzogen werde, und die Funktionen an die jedesmaligen dienst-habenden Priester zu verteilen. Den in den weiten Tempelräumen zer-streuten Priestern rief ein Herold (Lsrus) auf ein Zeichen des Knltus-aufsehers ihre Funktionen mit lauter Stimme zu^). Der Wetteifer derPriester, die Funktionen an sich zu reißen, war so ungestüm, daß esmanchmal zu Handgreiflichkeiten kam; deswegen wurden später die Funk-tionen durchs Los verteilt (lstjusst.
Der Tempelkultus bestand in dieser Zeit wie früher nicht bloßans Opfern und Psalmenhymnen, sondern auch aus Gebeten, die sich
st llpsstta Lobelralim e. 2.
st Das. vergl. indessen kesaebim 57 a.
st 1 ? 08 stta Lolisbaliw das.
st Lcbskalim 5, 1—3; lllosstta Lobebalim o. 2.
st illawtä 1, 2; 3, 1. llowa 2, 1; ob dieser Asmunna identisch war mitden: Vizehohenpriester (8sZ-an), siehe Lanbsärin 19 a und losatod zu Nena-ebod IVOa.
st lllamiä 3, 8. st lloma 22 a; 23 a. fVergl. hierzu die AbhandlungBüchlers „Zur Geschichte des Tempelkultus in Jerusalem" (in der Festschrift zuEhren Chwolsons, Berlin 1889) S. 4 ff. und deren Berichtigung in dem Auf-satz Frieds „Das Losen (o«?) im Tempel zu Jerusalem" in der Monatsschrift19VI, V. 292 fff