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Geschichte der Juden.
Gemeinsamkeit gewonnen werden sollte. Die angesehensten Familien derNachkommen Onias sollten durch nichts daran erinnert werden, daß dieHasmonäer Priestertum und Herrschaft besaßen, welche ihnen gebührten.
Infolge der Eroberung des idumäischen Gebietes und der Be-kehrung der Jdumäer zum Judentume entstand ein neuer Krieg mitder Stadt Samaria, welche größtenteils mazedonische oder syrischeBewohner hatte. Hyrkan hatte in die Nähe Samarias Jdumäer ausder Landschaft Marissa als Kolonie verpflanzt. Diese wurden indessenvon den Nachbarn angefeindet und mißhandelt, welche dazu von densyrischen Königen Grypos und Kyzikenos ermutigt wurden. Ganzbesonders zeigte der letztere, welcher durch seine Verschwendungssuchtund seine Torheiten an Antiochos Epiphanes erinnert, einen feindlichenSinn gegen Hyrkan, namentlich in der Zeit, als er im Alleinbesitzedes syrischen Thrones war (113—111). Seine Truppenführer machtenStreifzüge in Judäa, bemächtigten sich einiger fester Plätze in derNähe der Küste und legten nach Joppe eine Besatzung. Hyrkan führtedeswegen Klage beim römischen Senate, welcher früher die Zugehörig-keit dieser wichtigen Hafenstadt und anderer Plätze zu Judäa zugesicherthatte. Durch fünf Gesandte ließ Hyrkan die Gerechtigkeit seiner Sachein Rom geltend machen, darunter durch den bereits bei einer früherenGesandtschaft verwendeten Apollonios, Sohn Alexanders; alle diesewaren wohl des Griechischen kundig und redegewandt. Rom gabHyrkan mit schönen Worten Recht. Es erließ einen Senatsbeschluß,daß Antiochos (Kyzikenos), Sohn des Antiochos, die Judäer, dieBundesgenossen der Römer, nicht feindlich behandeln, ihnen vielmehrdie entrissenen Festungen, Hafenplätze und Landstriche znrückerstattensolle, ferner daß es den Judäern nnverwehrt sei, Waren ans ihrenHäfen auszuführen, aber keinem andern Volksgenossen, auch nicht einemKönig, sei zollfreie Ausfuhr gestattet, es sei denn dem König von Ägypten,als römischem Bundesgenossen. Endlich sollte die syrische Besatzungaus Joppe weichen"). Gleichviel, ob Roms Machtwort auf AntiochosKyzikenos Eindruck gemacht hat oder nicht, es war immer von Wert fürHyrkan, daß es sich nicht gegen ihn ausgesprochen und ihn nicht gelähmthat. Er konnte daher seine Kräfte frei entwickeln und seinen Feindenentgegentreten. Den Kyzikener scheint er in Schranken gehalten zu haben.
Als er aber Samaria wegen der Feindseligkeit gegen die Marissenerzüchtigen wollte nnd die Stadt durch Graben und Wälle so eng be-
Z Jos. Altert. XIII. 10, 2. Zu beachten dabei ist der Ausdruck:
(7^,-ttus »Tralxou?. Es war eine marissenische Kolonie, welche die BewohnerSamarias feindlich behandelt haben. Diese mutz also in der Nähe angesiedeltgewesen sein. ") Das. XIV, 10, 22. s. Note 9. sVgl. Schürer, 1°, 267, N. 21.s.