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Geschichte der Juden.
dieser heißen Gegend selten ist, machte die Wege durch das Gebirge Indaunwegsam und zwang ihn, sich nach jenseits des Jordans zu wenden.Aus Rache über das Mißlingen seiner Pläne ließ er Jonathan ineinem sonst unbekannten Orte Baskama hinrichten (143). Seine Gebeineließ Simon später unter der Trauer des ganzen Volkes in dem Erbbe-gräbnis der Hasmonäerfamilie zu Modi» beisetzen Z. Das war dasEnde des vierten Hasmonäers, der mehr als seine Vorgänger und seinNachfolger geleistet hat; denn er hob die judäische Republik ans einemtiefen Abgründe zu einer Höhe, von der aus sie auch bei nur mäßigemGlücke steigen konnte.
Juda Makkabi hatte mehr Heldentaten ausgeführt und einenglänzenderen Kriegsruhm hinterlassen; Jonathan aber hat sein Volkzu Macht und Einfluß erhoben und sein Geschlecht durch die Hohe-priesterwürde, die er gewonnen, zum angesehensten gemacht. Nach JudasTod war die Auflösung des judäischen Volksverbandes fast eben so groß,wie zur Zeit der Blutregiernng des Antiochos Epiphanes, weil ernicht vermocht hatte, etwas Dauerndes und Festes herzustellen. NachJonathans Tod hingegen, der zwar weniger kriegerisch, aber destomehr umsichtig war, waren bereits die Grundlagen zu einem förm-lichen Staate vorhanden, auf denen weiter gebaut werden konnte.Wenn Juda Makkabi noch den Richterhelden des ersten Zeitraums derisraelitischen Geschichte glich, jenen Helfern in der Not, welche dieGefahren für den ersten Augenblick abzuwehren, aber ihre Wiederkehrnicht zu verhindern vermochten, so war Jonathan gewissermaßen wieder erste König Saul, welcher der Zerfahrenheit zu steuern und einenfesten Mittelpunkt zu begründen verstand. Wie Saul durch die Königs-krone die geteilten Stämme zu einem kräftigen Volke verband, so ver-einigte Jonathan durch das Hohepriestcrdiadem die zerfahrenen Par-teien zu einer selbstbewußten starken Nation. Beider Tod, wiewohlschmerzlich empfunden, hat nicht den Untergang der errungenen Ein-heit und Machtstellung nach sich gezogen, weil sie nicht von einereinzigen Persönlichkeit, sondern von dem Volksbewußtsein getragenwaren. Wie Saul an seinem Schwiegersöhne David, so hatte Jonathanan seinem Bruder Simon einen Nachfolger, der die Errungenschaftensortführen und fester begründen konnte. Mit Simon beginnt daherim zweiten Zeitraum, wie mit seinem Gegenbilde in dem ersten, einneuer Abschnitt. Von Jonathans Nachkommen ist nur eine Tochtergeblieben, welche, an Matthatia b. Simon Psellos verheiratet, dieStammmutter des judäischen Geschichtsschreibers ^Flavins Josephus
I. Makkab. 13, 10—30.