Jonathan und Alexander Balas.
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sässig zu machen und es auf seine Seite zn ziehen. Er scheint nämlich„an das Volk der Judäer", mit Übergehung des von Alexander ein-gesetzten Hohenpriesters, geschrieben zn haben: er wolle die meistenStenern und Abgaben erlassen, drei Bezirke, welche zu Samaria ge-schlagen worden waren, wieder mit Judäa vereinige», Jerusalem alsein Asyl anerkennen und sogar die wichtige Akra den Judäern über-lassen. Er versprach ferner, den Kultus des Tempels aus dem könig-lichen Schatze zn bestreiten und sogar die Einkünfte der Stadt Ptolema'is,welche in de» Händen seines Gegners war, dazu anzuweisen. Truppensollte» auf königliche Kosten ansgehoben werden und Beförderungenund Belohnungen gleich den syrischen erhalten. Die ausgehobenenTruppen, 30000 Alaun, sollten natürlich ihm als Hilfsheer dienen, umihn von der Übermacht seines Gegenkönigs zn befreien. Auch denauswärtigen im syrischen Reiche wohnenden Judäern verhieß Demetriosalle möglichen Freiheiten und Privilegien, daß sie von den Nachbarnnicht bedrückt und an ihren Sabbaten und Festen selbst drei Tagevorher und nachher nicht durch etwaige Anklagen oder Ladung vorGericht belästigt werden sollten ^). Allein das Volk mochte sich vonJonathan nicht trennen, gab nichts auf solche Vorspiegelungen und Jonathankannte Demetrios' Charakter zu gut, uni solchen in der Not gegebenenVersprechungen zn trauen. Er hielt sich au Alexander, unterstützteihn, bis er seinen Rivalen besiegt hatte und fand später keinen Grund,diesen Schritt zu bereuen 2 ). Obwohl von bürgerlicher Abkunft, zeigteAlexander eine hochherzige, echt königliche Gesinnung und hielt seinemVerbündeten treu das gegebene Wort; den boshaften Einflüsterungender Hellenisten, welche ihn wie seinen Vorgänger gegen Jonathan unddie Nationalpartei einzunehmen sich bemühten, gab er kein Gehör, wiessie vielmehr mit Entrüstung zurück. Er überhäufte Jonathan mitEhrenbezeigungen und zeigte recht auffallend, wie viel er ihm fürdessen Hülfeleistung in der kritischen Zeit zu danken hatte. Als ermit seinem Schwiegervater, dem König Ptolemäus VI. Philometor vonÄgypten, in Ptolemais zusammen kam, wo ihm dieser seine Tochter alsFrau zuführte, lud er Jonathan zn sich ein und behandelte ihn wieseinesgleichen 2). Welch ein befriedigendes Gefühl muß es für den hasmo-näischeu Hohenpriester gewesen sein, ebenbürtig neben den zwei Königenzn sitzen, deren Vorgänger Judäa oft genug verachtet hatten, und die esjetzt als eine achtunggebietende Macht zu behandeln gezwungen waren!Während der mehrjährigen Regierung des Alexander Balas (152—146) konnte sich Judäa von den Wunden erholen, welche ihm Verrat
') S. I. Malkab. 10, 22—45. 2 ) Aas. 46 — 47 . 2 ) Das. 59—65.