Alkinws.
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schwan (November 159 ) begann Alkimos diese innere Mauer nieder-reißen zu lassen, ohne Zweifel in der Absicht, den Heiden weiterenZutritt zum Tempel zu gestattein Dieser Akt verletzte die frommenGemüter so sehr, daß, als Alkimos gleich darauf an Gliedmaßen undSprache gelähmt wurde und infolgedessen gestorben war, sie nichtsanderes glaubten, als daß er für die Tempelschändung vom Himmelbestraft worden sei. Man setzte sogar den Tag, an welchem dieBreschen dieses Werkes verhängt worden waren, unter die Gedenktage *),wie die Tage der Tempelweihe, den Todestag des Antiochos Epiphanesand den Siegestag über Nikanor. Hätte sich Alkimos sträflicher amJudentnme vergangen, so würden Geschichte und Sage dieses Vergehennicht verschwiegen haben. Darum darf Alkimos keineswegs mitMenelaos in eine Reihe gestellt werden. Dieser war ein Abtrünniger,der aus Leidenschaftlichkeit das Judentum umzukehreu bestrebt war;Alkimos hingegen wollte lediglich aus Ehrgeiz die Ehren des Hoheu-chriestertums tragen. Nach dem Tode dieses Hohenpriesters ließ nunder syrische Hof die Hohepriesterwürde, welche die Spitze des judä-ischen Staates bildete, ganz unbesetzt"), weil ihm viel daran lag, auchdiesen Schein von Selbständigkeit schwinden zu lassen; sieben Jahreblieb der Tempel ohne Hohenpriester und das Land ohne politischenVertreter. Wahrscheinlich übte in dieser Zeit ein Stellvertreter desHohenpriesters, unter dem Titel Sagau ^), die hohenpriesterlichen Funk-tionen aus. — Von anderen Eingriffen der Syrer in die inneren Ver-hältnisse wird nichts erwähnt, im Gegenteil wird erzählt, daß Bakchidesgleich darauf abzog, und das judäische Land zwei Jahre der Ruhe ge-noß ( 159 - 157 )*).
Diese Ruhe benutzten die Führer der Hasmouäer-Partei, Lona-than und Simon, sich zu verstärken und wehrfähig zu machen. Siehatten in der Wüste Jericho eine Oase bei Bethagla, unweit des Jor-dans, befestigt b), wo zugleich ein schattiger Wald und eine Quelle von
Siehe über alles Note 1 über Ustzlllat/Iaanil. (Vgl. Schürer a. a.O.s") Josephus Altertümer XX, 10, 3.
°) üoma, Umebna 7, 1 und andere Stellen.
-h I. Makkab. 9, 57.
b) Josephus Altertümer XIII, 1, 5 nennt den Ort It-xKa-.a;,«, mutz aberivohl in emendiert werden. Über die Lage dieses Ortes an einer Quelle
und Waldung vergl. Robinsons Palästina II 510 und Schwarz 50a. Hiero-nymus (Onomastio. 8. v. Xrsa Xtaä) identifiziert diesen Ort mit Bethaglaund gibt die Distanz 2 röm. M. vom Jordan und 3 von Jericho an, jetzt Ain-Hagla. I. Makkab. 9, 62 hat dafür das sicherlich eine Corruptel
ist, da der Name sonst nirgends vorkommt. jVgl. Buhl, a. a. O. 180 undNote 525.)