Demetrios I.
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gewaltsame Eingriffe in die religiösen Verhältnisse des judäischenVolkes zn machen und das Griechentum als Staatsreligion anfzn-zwingen, so hätte er keinen günstigeren Augenblick finden können, als den,wo die Vollkraft des Volkes gebrochen und seine Helden außer demBereiche der Tätigkeit waren. Aber der zweite Nachfolger des AntiochosEpiphanes, dem schwelgerischen Leben ergeben, hatte dessen Politik fallenlassen und begnügte sich, die Herrschaft über Judäa behauptet zu haben,um den jährlichen Tribut einziehen zu können und die Einnahme-Quellen des Volkes an sich zu ziehen. — Die Steuerforderungen warenaber drückend. Demetrios behandelte Judäa wie ein erobertes Land,das keine Schonung verdiente. Den Boden und die Personen sah erwie sein Eigentum an. Zur Kopfsteuer und den Kronengeldern, diebereits früher eingeführt waren, mußten die Landbesitzer den drittenTeil der Feldfrüchte und die Hälfte der Baumfrüchte, namentlich vonder Olivenernte, leisten. Die Bewohner der Hauptstadt, die keinenAckerbau trieben, mußten eine Art Verzehrungssteuer, den Zehnten vonden Lebensmitteln, zahlen. Das Salz vom toten Meere und vonden Gruben, welche die dortigen Bewohner zur Aufnahme der Salz-ablagerunge» ringsumher machten, maßte sich der König von Syrienan, und die Sammler mußten ein Drittel der Einnahmen an den Schatzabliefern. Aus den eingehenden Spenden für die Bedürfnisse des Heilig-tums ließ sich Demetrios jährlich 5000 Sekel zahlen*).
*) Die Abgaben, welche Judäa an die syrische Krone zu leisten hatte, sindaufgezählt I. Makkab. 10, 29—42 und als Ergänzung dazu 11, 34—35. DieAusll. haben sich nicht darin zurecht gefunden. Es waren: 1) wohl Geld-steuer; 2) oder Kronengelder; 3) »nn
r'se «nt näher bestimmt in 10, 30: «irr
voü vnä »s/iisous xn«7i,iü r. Das gibt
keinen Sinn. Es scheint im Original gelautet zu haben: ?i>ni 'o>-70'.-i p)-.
'arr: Der Übersetzer las dafür -sin und gab es durch »vrt wieder.
4) r,,ü Parall. »l roü älttl: d. h. r>7u 71722, Salzgruben in
der Nähe des toten Meeres; das Salz, sowie die übrigen Produkte darauswaren rexaHa, und die Sammler leisteten dafür eine Schatzung --- 177
5) al (lkx«rat X. -r» steht absolut weder als Objekt noch als Subjekt.
Nur einige Codd. lesen objektiv -r«? Orx.vom folgenden V.
Es ist aber eine notbehelfliche Korrektur. Das richtige ist, es auf das voran-gehende Jerusalem zu beziehen. x«t .... x«, at
ürxclra, X. d. h. vrm'i 70:722 . . ,-,'veru .vev'p '2,7 27277'; das 2 vor "272
ist ausgefallen. Joscphus (Altert. XIII, 2, 3) gab den Sinn richtig wieder:
-rHv . . . Ik(woa . . . . . a7rü clrxtt-r^s XT'l,!,'
Der Zehnte sollte nicht etwa von dem levitischen Zehnten gegeben werden, wiees die Ausll. irrtümlich aufgefatzt haben, sondern von den Lebensmitteln, wieauch zur Zeit Hyrkans II. später der Zehnte von den Lebensmitteln auferlegtwar (Vgl. Note 9, II.). Dann paßt dazu, d. h. ein Zoll, der nur der