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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
Entstehung
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werden, daß das Zelt in Silo auch in Ps. 76 bezeugt wird irmpL, ww ahva >n>ip' 2 v, wo ohv gewiß nhv bedeutet (nach I-XX .ih'v -- und also die

Hütte" in diesem alten Psalm vorausgesetzt wird. Es sei nur nebenhererwähnt, weil Jemand die Identität von ohw und nh'v anfechten könnte.

Auf den ersten Blick begreift man gar nicht Wellhausen's leidenschaftlicheVerbissenheit gegen den sogen.Priestercodex". Für die Bedeutung des Pen-tateuch's als Urgrund für die religiöse Anschauung und für die ethische Gesetz-gebung ist es doch im Grunde gleichgültig, ob ein Theil desselben im fünftenvorchristlichen Jahrhundert oder um mehrere Jahrhunderte früher schriftlichpromulgirt worden ist. In dem Priestercodex finden sich doch gediegene Barrenethischer Vorschriften genug, aus denen die Imitation später schwache Filigran-arbeit gesponnen hat. In Kap. 19 des Leviticus, also inmitten des vervehmtenPriestercodex, finden sich wie an einer Perlenschnur aneinander gereiht ethischeVerse, welche die Grundlage für dis moralische Civilisation bilden, viel mehrnoch als im Dekalog.Du sollst von deiner Ernte dem Armen und Fremdlingüberlassen. Ihr sollt nicht stehlen, nicht ableugnen, nicht lügen einer gegenden andern. Ihr sollt nicht beim Gottesnamen falsch schwören. Du sollstdeinen Nächsten nicht bedrücken, nicht berauben, den Lohn des Arbeiters nichteinmal bis zum Morgen vorenthalten. Ihr sollt nicht Unrecht thun imGerichte. Du sollst nicht Rücksicht nehmen weder auf den Niedrigen, noch aufden Angesehenen, in Gerechtigkeit sollst Du Deinen Nächsten richten. Dusollst nicht zwischcnträgerisch umhergehen in Deinem Volkskreise. Du sollst beimBlut Deines Nächsten nicht gleichgültig stehen. Du sollst Deinen Bruder nichtim Herzen hassen. Du sollst Dich nicht rächen und nicht nachtragen DeinenVolksgenossen, Du sollst Deinen Nächsten, wie Dich selbst lieben. Wie einEingeborener sei euch der Fremdling, der bei Euch weilt. Du sollst ihn, wieDich selbst lieben". Dieses Alles und noch mehr ist im Priestercodex ent-halten, auch die Keuschheitsgesetze, die Warnung vor Blutschande sind nur indiesem Theile enthalten, kurz der Inhalt einer civilisatorischen, humanenReligion, auf welchem der gegenwärtige Culturzustand beruht, und ohne welchender krasse Egoismus und die Fleischeslust des Naturalismus noch fortbestehenwürden, dieses Alles lehrt der Priestercodex. Was liegt nun daran, ob dieseGrundlehren einige Jahrhunderte früher oder später geoffenbart worden sind,ob sie Moses oder Esra.gelehrt hat?

Allein man merkt die Absicht, welche Wellhausen mit der Herabdrückungdieses Theils verfolgt. Es riecht scharf nach Tendenz. Diese große Masse des

I-XX bearbeitet hat, hatte noch diese Stelle vor sich (Alterth. V, 10, 1):

1 k errt Api/oxk»« Und in wie fern

ist viese Erzählung inhaltlich verdächtig? Werl die Söhne Eli's dadurch ge-schändet werden? Aber das ist ja die Tendenz dieser Erzählung: die Vor-fahren Abiathar's gegenüber den Nachkommen Zadok's in einschlechtes Licht zu stellen, weil jene dem Götzenthume der judäischen Königegefröhnt haben, während die pnr sich davon fern gehalten haben, wie Ezechielhervorhebt. Man könnte daraus entnehmen, aus welchem Kreise die BücherSamuel's und Könige redigirt worden sind. W. führt auch für seine Hypo-these an (Note 43), daß in Samuel die Cultusstätte in Silo ho'i genanntwerde, also sicher keinZelt gewesen". Aber kann er die L.-A. garantiren?Könige I, 21, 1 kommt auch dieses Wort vor: Nabot besaß einen Weinberganin hovi brn. Dieses Wort giebt I-XX mit r>s a-.m wieder, was doch

gewiß nicht Tempel oder Palast sein kann. Der Verteilt muß also ein anderesWort statt b-'.i in seinem Texte vor sich gehabt haben. Nun kann das zwei-malige ho-n in der Erzählung von Eli-Samusl verschrieben sein für hin.