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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Note 6.

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leiten, und von der Ermahnung, die Altäre, Spitzsäulen und Nscherasder Kanaaniter zu zerstören; man vergleiche sie, ob diese Exodus-Partie nichtden Eindruck macht, daß sie zur Zeit des Königs Joasch nach dem Untergangder Kanaaniterinueu Jsebel und Athalia von dem Hohenpriester Jojada öffentlichverlesen worden sind, als dieser das Volk und den König ein Bündniß mit Gottschließen ließ. Dazu nehme mau noch, daß unter demselben König die Aus-besserung des Tempels vorgenommen, aber erst nach Ueberwindung von Schwierig-keiten ausgeführt wurde, so wird man es überzeugend finden, daß die Erzählungvom Bau der Stiftshütte oder des Zelttempels und von der Freigebigkeit desganzen Volkes für denselben ebenfalls damals verlesen worden ist, ExodusKap. bis 39, die ein Ganzes bilden, erweisen sich also als uralt, DieErzählung von Korah und seinen Genossen, die eigenmächtig Weihrauch dar-brachten, von der Strafe, die darauf erfolgte, dem Zeichen, daß nur die Nach-kommen Ahron's Weihrauch darbriugen und über die Unnahbarkeit des Heilig-thums wachen sollten (Numeri Kap, 1718>, sieht ganz aus, als wenn sie zurZeit des Königs Usia verlesen worden wäre, als dieser in dem AllerheiligstenWeihrauch opfern wollte (Chronik II, 26, 16 fg,). Dieses Factum ist unzweifel-haft geschichtlich, wenngleich es nur von der Chronik bezeugt ist. Das Buch derKönige scheint geflissentlich diese Auflehnung des Königs vom Hause David'sgegen das Priesterthum verschwiegen zu haben, Ter Chronist hatte aber keinenGrund, das Factum zu verschweigen, Die erste Sammlung der Thora waralso nach den Beweisen aus Hosea, Micha und Jesaia zur Zeit des Achas bereitsbekannt, und muß damals bereits veröffentlicht gewesen sein, und veröffentlichtist sie wohl worden, weil damals die ganze Ordnung umgekehrt worden war.Dieser König hat zuerst neben den fremden Culten noch Menschen- oderKinderopfer eingeführt (Kön. II. 16, 3), Gegen diese Verkehrtheit eifertebesonders der zeitgenössische Prophet Micha (6, 7): cEn «is 'iwow-°a. Diejenigen absprechenden Kritiker, welche behaupten, daß das Gesetz selbstdas Opfer der Erstgeborenen vorgeschrieben hätte, haben diese Stelle nichtbeachtet. Den leichtfertigen Beweis aus Ezechiel dafür werden wir später be-leuchten, Allerdings scheinen Asterpropheten das Erstgeburtsgesetz liebe-dienerisch so interpretirt zu haben, darum mußte Jeremia öfter und energischMenschenopfer zurückweisen: mur ui Aber schon vorher

wurden die Gesetze veröffentlicht, worin gegen Menschenopfer und Götzenthumganz besonders geeifert wird. Ein ganzer Gesetzesabschnitt ist diesem gewidmet(Leviticus 26, 17 auch 18, 21): ipmv und ferner: -ch gpmm

-p,-:7n rv nu ubi Dieser Zusatzund du sollst den Namen

deines Gottes nicht damit entweihen", scheint die Vorstellung zurückweisen zuwollen, als wenn der heilige Gott Israels selbst solche Opfer verlange.

Hätte die Pessimistische Kritik diese Winke beachtet, daß Partieen der Genesis,des Exodus und des Numeri bereits den Propheten Hosea, Micha und auchJesaia in ihrer gegenwärtigen Gestalt Vorgelegen haben, so würde sie in ihremapodiktischen Absprechen vorsichtiger gewesen sein; denn da diese Bücher, wieoben nachgewiesen, einen einheitlichen, künstlerischen und logischen Zusammen-hang haben, so muß das ganze Buch diesen Propheten als abgeschlossenesGanzes Vorgelegen haben. Unter Achas muß also die letzte Veröffentlichungstattgefunden haben. Sein Sohn Chiskija nahm bereits die Vorschrift derThora als Regel für den Staat.

') Daß -,'apnh nur ein Euphemismus statt i'-'vnb ist, ist augenscheinlich.