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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Die Klagelieder.

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O, wie ist das Gold verdunkelt, verwandelt das edle Metall,Hingeworfen die heiligen Steine an der Spitze aller Straßen!Die theuren Söhne Zions, die mit Gold ausgewogenen,

Wie sind sie irdenen Schläuchen gleich geworden,

Dem Werke von Töpferhand!

Größer war die Strafe meines Volkes als die Sodom's,Das doch in einem Augenblick unterging,

Und die Hände sind nicht ermattet in ihr."

Leichter waren unsere Verfolger als des Himmels Adler,

Auf Bergen haben sie uns verfolgt,

In der Wüste uns aufgelauert.

Der Odem unsres Lebens, der Gesalbte des Herrn,

Wurde in ihren Netzen gefangen,

In dessen Schatten wir unter den Völkern zu leben gedachten").

Die ganze Tiefe des brennenden Schmerzes hat ein Levite ausder Sängerfamilie der Aßaphiden, der ebenfalls in Fesseln geschlagenwar, in wenigen Zügen vergegenwärtigt:

O Gott, Völker sind in dein Erbe eingedrungen,

Haben deinen heiligen Tempel verunreinigt,

Haben Jerusalem zum Trümmerhaufen gemacht.

Die Leichen deiner Knechte haben sie den Vögeln des Himmels,

Das Fleisch deiner Frommen den Thieren des Feldes preisgegeben.Vergossen haben sie ihr Blut wie Wasser rings um Jerusalem,

Und Keiner war da, zu begraben!

Wir wurden zur Schmach für unsre Umgebung.

Zum Spott und zum Schimpf für unsre Umgebung,

Warum sollen die Völker sagen dürfen:

Wo ist denn ihr Gott""?

Möge vor unseren Augen die Rache für das vergosseneBlut deiner Knechte bekannt werden!

Möge vor dich das Gestöhne der Gefesselten kommen.

Nach der Macht deines Armes laß die dem Tode Geweihten überleben!Und erwidere unfern Nachbarn siebenfach in ihren SchooßDie Schmähung, mit der sie dich schmähen!

Und wir dein Volk, die Heerde deiner Weide,

Wollen dich ewig preisen,

Von Geschlecht zu Geschlecht deinen Ruhm erzählen").

Alles hatte das Volk verloren, nur die Hoffnung nicht.

') Das. 4, 1. 6. 1920.

2 ) Ps, 7 g, Ohne einen Schein von Beweis setzen einige Ausll. diesen Ps.in die Makkabäer-Zeit. Jeder Zug in demselben paßt lediglich auf die Zeitunmittelbar nach der Zerstörung Jerusalem's. , Die Klage über die Schmähungder Völker, die in Ezechiel wiederholt wird, paßt durchaus nicht aus jene Zeit.Dazu kommt noch die Parallele von V. 6 mit Jeremia 10, 25 und die Ver-wandtschaft dieses Ps. mit Klagelied 5, 19. Daher setzen ihn mit Recht andereAusll. unmittelbar nach der Zerstörung Jerusalems. fAuch Keßler setzt dieAbfassung des Psalmes in die exilische Zeit.)