Der Prophet Ezechiel.
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jenigen zu schonen, welche mit dem Zeichen des Tau (Drnv) versehensein würden, welches einer der Vollstrecker auf die Stirne derer, „dieda seufzen und stöhnen ob der Gräuel Jerusalems", gezeichnet hatte.Er sah die gräßliche Vernichtung, die mit den Priestern den Anfang
machte, sah mit Entsetzen, wie der Tempel und die Vorhöfe sich mit
Leichen füllten und flehte in Verzweiflung zu Gott: „Willst du dennden ganzen Ueberrest Israels vernichten?" Gottes Stimme ant-wortete ihm darauf: „Ja, die Sünde des Hauses Israel in Judaist gewaltig groß, das Land ist voll Blutschuld und die Stadtvoll Unreinheit" Z. Ferner vernahm Ezechiel die Worte: „Zudeinen Stammesverwandten, den Genossen der Verbannung, sprechendie Bewohner Israels: „„Entfernt Euch von Juda! Uns ist das Landzum Erbe gegeben"". Allein, wenn ich sie auch unter die Völkerzerstreut habe, so werde ich ihnen zu einem kleinen Heiligthum werdenin den Landen, wohin sie gekommen sind, und ich werde ihnen ein
neues Herz und einen neuen Geist geben, damit sie meinen Satzungen
folgen, mir zum Volke seien, und ich ihnen zum Gott" ?).
Alle diese Erscheinungen, die Ezechiel während der Anwesenheitder Aeltesten hatte, theilte er ihnen später mit. Damit hatte er denKerngedanken ausgesprochen: Gott hat Juda und Jerusalem auf-gegeben, dagegen die Verbannten zum Grundstock eines neuen Volkesauserkoren. Während die Jerusalemer, auch die Bessern, welche demPropheten nahe standen, die „Stadt Gottes und den Tempel Gottes"als unverwüstliche Schutzorte ansahen ^), von denen Feind und Unheilfern bleiben würden, erklärte Ezechiel, daß sie verlassen und aufgegebenseien, und daß Gott nicht mehr in Jerusalem, sondern bei den Ver-bannten in Babel weile.
Indessen waren diese noch weit, weit entfernt, den Worten ihresPropheten Glauben zu schenken und sich zu bessern. Gerade derAbfall Juda's von Nebukadnezar bestärkte sie in ihrem Wahn, daßihre Rückkehr nahe bevorstehe. Diesen Wahn in ihrem Herzen zerstörteEzechiel durch Symbol und Wort. Er zog Gefangenen-Kleider anund wanderte am Tage von einem Ort zum andern, und des Abends
fl Das. 9, 9 fg. V. 9 ist unverständlich, es kann nicht „Rechtsver-drehung" bedeuten sSo dennoch z. B. v. Orelli, B enzinger u. A.s. I.XXhaben dafür zweierlei Uebersetzungen (eine ein Glossein): H Tlöibr
«Frxla? x«t »xnAolgotax, d. h. 1 N 22 .
fl Das. 11, IS fg. Statt haben UXX und Uesebito
1 . 1 'ovi, d. h.imbz sSo auch Ewald, Cornill u. A.s. V, 15b ist: hx» ixen
nicht verständlich. Man muß wohl dafür lesen iiii' hx». Vgl. dagegen
Benzinger z. St.s V. 16 haben UXX statt 'ini das §ntnr. — 'nn..
fl O. S. 341.