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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

Die Hügel vom Oelberge Jerusalems bis Hebron waren besonders fürdas Gedeihen von Oliven geeignet und erzeugten auch so viel Wein,daß davon an das Ausland abgegeben werden konnte. Die Bergewaren noch bis an ihre Spitzen mit fruchtbarem Erdreich bedeckt undin Getreidefelder verwandelt. Es gab geübte Kunstgärtner (lvdormim),welche die Zucht der Fruchtbänme, besonders der Olivenbäume und derWeinstöcke mit Sorgfalt betrieben. Auch Getreidefelder wurden mitAufmerksamkeit, um einen größeren Ertrag zu erzielen, gepflegt*). Wasdem Lande an Ausdehnung gebrach, ersetzten die Höhen. I» wüstenGegenden, welche der Regen nicht genug befruchtete, waren Wasser-kanäle gezogen 2). Diese Betriebsamkeit, welche dem Boden die Schätzeablockte, gewährte dem Volke immer neue Quellen des Reichthums.Auch eine Handelsblüthe im Großen scheint in Jerusalem eine Stättegefunden zu haben. Die kleinen Völkerschaften im Süden und OstenJerusalems bezogen ihren Bedarf an Natur- und Kunsterzeugnisse»die ihr Land ihnen versagte, aus der judäischen Hauptstadt. DieserHandel muß so bedeutend gewesen sein, daß Tyrus, dessen Geschäfts-umfang durch die Lostrennung der großen Kolonie Karthago undanderer kleinerer Kolonien und durch die assyrische, ägyptische undbabylonische Vasallenschaft gelitten hatte, auf Jerusalems Nebenbuhler-schaft eifersüchtig wardst Wahrscheinlich haben die dort angesiedeltenPhönicier mitihren Silberbarren" den Anstoß zum Aufschwüngedes Waarenumsatzes gegeben.

Gewisse Fertigkeiten und Künste waren in Juda bis in seineletzten Tage heimisch geworden. Der Festungsbau hatte eine nachdamaliger Zeit erhöhte Vollkommenheit erreicht. Es gab eine Zunftder Mauerarbeiter (NasAsr), welche Befestigungswerke kunstgerecht undfachmännisch anzulegen verstanden. Sie errichteten die Mauern wag-recht zur Dauerhaftigkeit vermittelst des Bleiloths und der Meßschnurund bedienten sich dazu des Zirkels und des Winkelmaßes^). Die

*) Vergl. Jesaia 28, 24 fg.; 5, 1 fg.; 25, 6. Kunstgärtner hießen o'rn-Könige II, 25, 12 und Parallele. Folglich waren das. geübte Getreide-bauer, verschieden von den einfachen Bauern.

2) Jesaia 30, 25. Pst 1, 3; 65, 10. Klagelieder 3, 48. Sprüche 5, 16

21, I Ezechiel 3l. 4

3) Folgt aus Ezechiel 26, 2

4) Könige II, 24, 14 und Parallele. waren Waffenschmiede und

Festungsbauer. Jesaia 33, 18 ist vielleicht statt irb ri-n, was keinen rechtenSinn giebt: nm,wo ist der Festungsbauer?" zu lesen (In den ümsuckationse

ist dieser Vorschlag zurückgezogen^. Meßschnur und rchvL'v Bleilothkommt oft vor; Ainos 6, 7. -pu bedeutet ebenfalls Bleiloth, npwpr, Winkel-maaß, nicht Hobel (Jesaia 44, 13).