Wülftes Kapitel.
Untergang des fudäischen Reiches.
Zedekia wird zum König eingesetzt. Sein Charakter. Nebukadnezar's Absicht.Die chaldäische Partei in Jerusalem. Lage des Landes Juda vor der Zer-störung. Jerusalem, eine schöne, volkreiche Stadt. Land- und Gartenbauund Bewässerung durch Kanäle. Handel in Jerusalem. Kunstfertigkeiten,Bauten, Volksschrift, Bildung. Stellung der Frauen. Das Loblied aufeine vollendet tugendhafte Frau. Verkehr der Geschlechter. Jerusalem, einefröhliche Stadt. Spiel mit Hebesteinen. Die Spottsucht. Die Zersetzung.Land- und Stadtbevölkerung. Die Lebensweise der Könige von Juda. DieAdelsgeschlechter. Pläne zum Abfall von Nebukadnezar. Aegypten's Vor-spiegelungen. Psammis, König von Aegypten. Aegyptischs Partei in Jeru-salem. Jthobal von Tyrus. Die verbannten Judäer in Babylonien. Diefalschen Propheten in Jerusalem und Babylonien. Dis Gesandten mehrererVölkerschaften bei Zedekia. Nebukadnezar in Krieg verwickelt. Jeremia'sWarnung, sich nicht in Umsturz einzulassen. Gesteigerter Haß gegen ihn.Abfall Zedekia's von Nebukadnezar. Zuversicht auf den Schutz der heiligenStadt und des Tempels. Der Prophet Ezechiel. Der Krieg und dis Be-lagerung Jerusalems. Sklavenbefreiung. Entsatz durch Aegypten. Jere-mias Leiden. Hungersnoth und Pest in Jerusalem. Die Eroberungdesselben. Verfahren der chaldäischen Krieger und der Hilfsvölker. DieGefangenen in Rama. Zerstörung Jerusalems und des Tempels. DieKlagelieder.
(596 — 586 ).
Den Thron David's ließ Nebukadnezar ebenfalls bestehen und setztedarauf Josia's jüngsten einnndzwanzigjährigen Sohn Matthanja,der sich Zidkija (Zedekia) nannte Z. Er war von mildem, unkriege-rischem, lenksamem Charakter. Der babylonische Eroberer glaubte indieser Eigenschaft die Bürgschaft zu haben, daß dieser ihm keineSchwierigkeiten machen würde. Um aber seiner Basallentreue rechtsicher zu sein, schloß Nebukadnezar mit ihm ein feierliches Bündnißund ließ ihn den Eid der Treue leisten ^j. Das Land Inda hatte fürihn eine besondere Bedeutung als Vormauer gegen Aegypten, dessenEroberung ihn fort und fort beschäftigte. Er hatte auch deswegen dieedlen Geschlechter und die Fürsten Juda's in die Verbannung geschickt,damit diese, trotzig und tollkühn, den König nicht zu kriegerischenUnternehmungen und zu einem Abfall von ihm Hinreißen sollten. Juda
^ Könige II, 24, 17 fg.; Jeremia 37, 1.
'') Ezechiel 17, 13.
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