Elftes Kapitel.
Juda s Niedergang.
Schallum-Joachas zum Könige ausgerufen, von Necho entsetzt und in Fesselnnach Aegypten gebracht. Eljakim-Jojakim zum Könige aufgezwungen. Necholegt Strafgelder auf. Rückfall zum Götzenthume und zur Lasterhaftigkeit.Die Priester von Anatoth. Die Propheten. Tragischer Tod des ProphetenUrija. Ein namenloser Prophet in Jojakim's Zeit. Jeremia wegen einerRede verfolgt, angeklagt und freigesprochen. Untergang Assyriens. Ver-änderte politische Stellung. Schlacht bei Kharkhemisch und NiederlageNscho's. Jojakim's Verhalten. Jeremia's Verkündigung von Nebukadnezar.Habakuk's Rede von den Chaldäern. Verfolgung gegen Jeremia. SeineKlagepsalmen. Die Chaldäer im Anzug gegen die Libanonländer. Jeremia'sgeschriebene Rede von Jojakim verbrannt. Juda Vasallenland Nebukadnezar'sAbfall von Chaldäa. Jojakim's Tod und Nachfolge seines Sohnes Joja-chin. Jerusalem von den Chaldäern belagert und eingenommen. Jojachinin die babylonische Gefangenschaft geführt.
(608 — 596 ).
Menschliche Vorsicht, wie weit reicht sie! Kaum über die Spanneder Gegenwart hinaus. Josia gedachte, um Juda's Selbstständigkeitzu sichern, der Einmischung Aegyptens in auswärtige Länder Halt zu-zurufen, und hat gerade dadurch die Knechtung seines Volkes durcheben dieses Land herbeigeführt. Die verlorene Schlacht bei Meggidomnß das streitbare judäische Heer aufgerieben haben; denn es wurdenicht einmal der Versuch gemacht, im Rücken des weiterziehenden Nechoeinen Aufstand zu versuchen. In dem, um den Tod des gefallenen Königstrauernden Jerusalem wurde weiter nichts gethan, als daß rasch zurWahl eines Nachfolgers geschritten wurde. Josia hatte von zwei Frauendrei Söhne hinterlassen, den Erstgeborenen, Eljakim von Sebuda,aus einer Stadt Ruma (Aruma^), die er, obwohl sie seine erste Frauwar, nicht geliebt zu haben scheint, und zwei später geborene Söhne,Schallüm und Matthanja von seiner Lieblingsfrau Chamutalaus Libnah2). Der Vater scheint dem zweitältesten Sohn von seinerLieblingsfrau die Nachfolge zugedacht zu haben, obwohl das Gesetzbestimmte, daß der von einer geliebten Frau geborene jüngere Sohnseinem von einer mißliebigen Frau geborenen älteren Bruder nicht
Könige II, 23, 36. V-rgl. o. S. 232, Anmerk. 1.
", Könige II, 23, 3t. 36; 24, 17—18.